Ich würde es so fomulieren:
Das photoTAN-Verfahren ist ein recht "nettes" Verfahren, das Foto von dem farbigen Barcode geht schneller und zuverlässiger als die Flacker-Übertragung beim chipTAN-Verfahren anderer Banken. Man bekommt nach Anmeldung von der Bank einen Initialisierungs-Brief, mit dem man jederzeit neue photoTAN-Geräte initialisieren kann, angemeldete kann man jederzeit abmelden/deaktivieren. Somit ist ein Gerätewechsel eine Angelegenheit von Minuten - man muß nicht immer bei jedem Wechsel auf einen neuen Brief warten (wie bei chipTAN). Über HBCI (und damit in B4) funktioniert photoTAN natürlich auch.
Zu beachten wäre, dass man das Banking und den TAN-Empfang nicht auf dem gleichen Gerät durchführt, da es dabei Sicherheitslücken gibt (wurden von Wissenschaftlern demonstriert, in der Praxis aber wohl noch nicht vorgekommen). Zu bedenken ist aber auch: Beim photoTAN-Verfahren wird von den Banken die Verwendung auf dem gleichen Gerät nicht ausdrücklich verboten (so wie bei SMS-TAN). Das ist allerdings nicht weiter verwunderlich, da es ohne irgendwelche Manipulationen eh nicht möglich ist, die Barcodegrafik, die auf dem Display eines Smartphones dargestellt wird, mit dem selben Smartphone zu fotografieren...
Zu guter letzt: Man muss das Photo und die Erzeugung der TAN nicht zwingend auf einem Smartphone durchführen. Es gibt, wie Neptun62 richtig hinwies, auch photoTAN-Geräte. Diese sind nicht teuer und können bei der Aktivierung des Verfahrens von der jweiligen Bank mit bestellt werden. Wenn man also das Banking nur am heimischen Computer am Schreibtisch macht, ist es vielleicht sogar bequemer, das dort vorliegende TAN-Gerät zu benutzen als immer das Smartphone herbeizuholen. Manipulation durch Hacker ist bei einem Stand-Alone-Gerät natürlich auch eher ausgeschlossen.
Generell ist allerdings zu sagen, dass die modernen TAN-Verfahren allesamt sehr viel sicherer sind, als die TAN-Listen auf Papier. Und sicherer als der Standard-Papier-Überweisungs-Auftrag allemal.
Edit: Ich habe gerade bei der norisbank (Deutsche Bank Gruppe, die verwenden auch ein photoTAN-Verfahren) nachgeschaut, da ist die Zusendung des ersten photoTAN-Lesers sogar kostenlos, bei der comdirekt kostet es 24,90 EUR - und ist damit natürlich erheblich billiger als ein Smartphone