Hallo Michael,
bei einem Depot ergibt sich der Gesamtwert aus der Summe der Einzelaktien, also Anzahl mal Kurs. Die historischen Kurse sind also die Basis für den "Saldo im Verlauf". Wenn keine neuen Kurse geladen werden, kann es sein, dass der berechnete Wert mit der Zeit immer mehr abweicht von dem tatsächlich aktuellen Wert.
Der von der Bank über HBCI gelieferte Saldo ist nur eine Momentaufnahme und im Grunde nur für normale Konten aussagekräftig. Bei einem normalen Konto (Giro, Tagesgeld, Festgeld) wird in einem Datensatz immer der Umsatz (also plus oder minus Betrag) gespeichert, sowie der Saldo nach der Veränderung. Der Saldo kann sich erst ändern, wenn eine neue Buchung erfolgt.
Bei einem Depot schwankt der Wert jede Sekunde mit den Aktienbewegungen an den Börsen. Es gibt jedoch im zeitlichen Verlauf keine Umsatzbuchungen, die den Saldo jede Sekunde ändern.
Wenn man Aktien kauft oder verkauft, so legt der DepotViewer pro-forma Umsätze auf dem jeweiligen Depot-Konto an, damit die tabellarischen Hibiscus-Auswertungen nicht unbalanciert erscheinen. Ansonsten hätte man den Effekt, dass ein Kauf von Aktien für 1000 Euro vom Girokonto zu einer Reduktion des Gesamtvermögens um 1000 Euro in den Auswertungen führt. Man ist aber durch den Kauf nicht ärmer, sondern hat die 1000 Euro in Form von Aktien auf einem Depot, so dass das Gesamtvermögen sich nicht ändert.
Der Saldo im Verlauf verwendet jedoch bei Depots nicht die pro-forma Umsätze, sondern berechnet den Wert anhand der Kurse.
In der HIbiscus-Auswertung Einnahmen/Ausgaben kann man die einzelnen Werte und Effekte bei einem Depot gut sehen: Anfangssaldo ist der aus Kursen berechnete Depotwert am Anfang des Zeitraums. Einnahmen und Ausgaben sind die gekauften und verkauften Aktien, sowie Plus/Minus der Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben.
Endsaldo ist der Wert am Ende des Zeitraums und die Spalte "Differenz" ergibt sich aus den Wertänderungen durch Kurse, mit umgekehrtem Vorzeichen.
Viele Grüße,
Fabian