Zitat geschrieben von unklar
Du unterliegst hier einem Irrtum.
Mit der IP-Adresse hat das gar nichts zu tun. Wie sollte das auch gehen, wenn doch die Provider der Kunden in der Nacht zwischen 2 und 3 Uhr eine neue IP verteilen.
Das ist in dieser Pauschalität falsch. Zumindest die Telekom macht einen pppoe-Restart in der "neuen" IP-Umgebung schon seit seeehr vielen Jahren nur alle 6 Monate.
Zitat geschrieben von unklar
Mit der Registrierung der tan2go im Banking der DKB wird das Gerät (ich nehme an die IMEI) "verknüpft". Damit weiß der Server der Bank, welche tan2go-App welches Geräts er kontaktieren muß. Die TAN selbst wird in der App erzeugt, die ich über Hibiscus dem Server mitteile und damit autorisiere.
Das geht aber ausschließlich über den IP-Weg und dafür muss derjenige, der den Kontakt aufbaut (also hier der Bankingserver), die aktuelle IP-Adresse des Devices kennen und er muss per IP durchkommen (was bei NAT oder gesperrter Firewall oder Proxy, ... technisch unmöglich ist). Die IMEI hat mit der IP-Kommunikation gar nichts zu tun.
Zitat geschrieben von unklar
Mein Huawei-Tablet ist nur im WLAN mit dem Internet verbunden. Es hat keine Mobilfunknummer.
[...]
Im Sommer wollte die Bank meine persönlichen Daten im Zusammenhang der neuen Debit-Karte, sehr schwammig, in die USA übermitteln. Jetzt (ab 01.01.2023) wollen sie das "nur" noch in die Schweiz und "eventuell" Nordmazedonien(!) tun.
Vielleicht muß ich ja den Datenschutzregeln wieder widersprechen...
Genau da liegt die Lösung des technischen Problems: Der Bankserver schickt (hoffentlich wenigstens nur!) die Info an den Google-Trackingserver, dass auf dem Handy mit der IMEI x (hier kommt die IMEI ins Spiel, weil Google's Trackingserver natürlich das Mapping kennt zwischen IMEI und IP-Adresse des zugehörigen Devices) die App y gestartet werden soll. Du wirst dann hoffentlich noch nach dem Password für die tan2go App geprompted. Dann nimmt die tan2go-App die Verbindung zum Bankenserver auf und präsentiert Dir die Transaktionsdaten und die zugehörige TAN, die Du dann eingeben musst im HBCI-Tool.
Warum via Goolge's tracking server? Sobald Du ein (natives android) Handy einschaltest (und nicht mehr machst), geht allein schon eine massive Kommunikation zu einer ganzen Latte an Servern los - u.a. natürlich Google's tracking server. Wenigstens eine dieser Verbindungen wird dauerhaft offengehalten. Über genau diesen Weg kann dann Goolge alles mögliche auf Deinem Handy machen - z.B. auch die tan2go-App starten.
Diese Verbindung zu Google wird mit aller Gewalt versucht aufzubauen (selbst eingestellte Proxys werden ignoriert) und auch stabil gehalten. Sobald die abbricht (z.B. weil ein IP-Adresswechsel stattgefunden hat hinten raus zum Provider), wird nach einem kurzen Timeout die Verbindung sofort wieder neu hergestellt und Google weiß wieder, wie Dein Device zu erreichen ist.
Dass die FI dann auch noch betont, dass die App auf gerooteten Devices aus Sicherheitsgründen nicht läuft (meine ich irgendwo gelesen zu haben) ist dabei, am Rande bemerkt, schon feinster Sarkasmus, wenn man bedenkt, dass die FI die Daten Google schon freiwillig präsentiert (und dafür u.U. sogar noch kassiert - aber wahrscheinlich keinesfalls bezahlt, weil Google natürlich kaum bessere Daten über Dich bekommen kann als diese - das sind schon sehr wertvolle Daten).
Du glaubst das alles nicht? Dann mache folgenden Test:
- Deaktiviere das NAT für die LAN-IP Deines Handys.
- Richte in Deinem Netz einen Proxy (z.B. Squid) ein.
- Konfiguriere Dein Handy auf den Proxy, so dass alle Verbindungen über den Proxy gehen müssen.
- Blocke dort alle Trackingserver oder Ähnliches (im Prinzip alles, was an Verbindungswünschen vom Handy nach dem Restart rausgeht, ohne dass Du auch nur eine App starten würdest - schaue Dir das 10 Minuten lang an). Die zu blockenden Server siehst Du ja im Squid-Acces-Log (kann man zumindest so einstellen) bzw. im Wireshark-Trace.
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Wenn alles sauber geblockt ist und damit kein (Tracking-)Server mehr erreicht wird, startest Du das Handy / Tablett neu. Dabei nochmal verifizieren, dass definitiv kein Verbindungsaufbau zu den relevanten Servern funktioniert. Der Verbindungsaufbau später beim Starten der tan2go-App zum Bankingserver darf natürlich nicht geblockt werden - der soll und muss ja funktionieren.
- Dann meldest Du Dich z.B. im https-E-Banking mit dem tan2go-User der DKB an. Die DKB will nun eine TAN von Dir.
=> Du wirst nun sehen, dass keine App mehr aufgeht. Die musst Du selbst starten und dann bekommst Du die TAN. Selbst wenn Du die App schon vorher gestartet hast (bevor Du den Login-Prozess im E-Banking gestartet hast), musst Du die TAN manuell holen.
Fazit:
Push-TAN, wie von Euch beschrieben bzw. beabsichtigt, funktioniert auf android-Devices nur "gesichert" (welch Sarkasmus) auf Basis von Googles Trackingserver. Sobald der ausgeknipst ist, ist ende Gelände. Kann ja technisch auch anders gar nicht gehen (dann müsste nämlich die FI das Tracking machen - was sie natürlich nicht macht, weil es das ja woanders schon gibt und außerdem nicht zu deren Kernkompetenz gehört). Daher auch der Hinweis im Daten
schutz (welch weiterer Sarkasmus)

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Nebenbei: das begründet natürlich auch, warum man, wenn man mehrere Devices im Account für die tan2go App angelegt hat, angeben muss, welches Device genutzt werden soll. Sonst würde ja auf allen konfigurierten und aktiven Devices die App gestartet ... .