Mich würde interessieren:
Überweisungen in der Höhe können nur mit dem zweiten Faktor freigegeben werden, bei der der freizugebende Betrag angezeigt wird. Wie haben es die Betrüger geschafft, dass du trotzdem die Buchungen über eben nicht 50,00 Euro sondern einen anderen Betrag freigegeben hast? Welches Verfahren hast du genutzt, dass du das nicht gemerkt hast?
Die Banken haben bei diesen Themen übrigens oft ein Dilemma. Ich bin kein Jurist, aber meines Wissens dürfen sie Detail-Auskünfte, wie Protokolle nur gegenüber den Strafverfolgungsbehörden rausrücken. Der Datenschutz schützt hier auch die Empfänger. Und die sind ja oft selbst zu Opfern geworden, weil sie unwissentlich zu Geldwäschern wurden, was aber dann aber wohl nicht vor Strafe schützt.
[quote]Besonders merkwürdig: Erst nach drei Monaten habe ich mithilfe der BaFin erfahren, dass bei N26 überhaupt kein Konto auf meinen Namen existiert. [quote]
Die Namensprüfung kann übergangen werden, beim Auftrag kann man auch bei einem Verbraucherkonto nach dem Hinweis bestätigen, dass einem das egal ist und dass man die Haftung für die korrekte IBAN übernimmt.
Zitat
Wohin mein Geld tatsächlich geflossen ist und wie die Überweisungen technisch zustande kamen, ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt.
die ING kann lediglich nachprüfen lassen, dass das Geld bei N26 der IBAN gutgeschrieben wurde, zu dem die Überweisung rausging. Wie das Geld dort weiter verfügt wurde, kann dann wieder nur N26 rausfinden.
Was ich persönlich interessant finde:
Ich habe diese Woche selbst einen Versuch von
CEO-Fraud per E-Mail erhalten. Zuerst wurde versucht, mich zu einer Überweisung zu einer IBAN in Portugal zu überreden. Als ich behauptete, unser Konto sei gesperrt für Auslandsbuchungen, wurde mit anschließend erst eine ING-IBAN angeboten und dann eine N26-IBAN. Die Banken sind offensichtlich besonders beliebt bei Betrügern, anscheinend bekommt man dort besonders schnell Konten. Die letzten Versuche waren ähnlich aufgebaut. Ich will damit nicht sagen, dass die Banken fahrlässiger sind bei der Kontoeröffnung, aber es kann halt sein, dass wissentlich oder unwissentlich angeworbene Geldwäscher dort schneller zu geeigneten Konten kommen können.
Gruß
Raimund