Ich denke auch, dass zu dem Thema einmal ein Wechsel der Blickrichtung vorgenommen werden müsste.
Ich komme selbst aus der IT und habe mich schon länger gefragt, wie das gesamte Produkt denn finanziert werden kann.
Eine einmalige Zahlung kann ja immer nur einen einmaligen Aufwand finanzieren. Somit in diesem Falle sozusagen die Version, die zum Zeitpunkt des Kaufs gerade verfügbar war. Evtl. kann man noch argumentieren, dass eine gewisse Zeit an Support mit dabei ist, wobei ich aber zumindest bei der Home-Version für 40 € die Zeitspanne dafür recht eng sehen würde.
Eine kostenlose Software (und das ist Banking4 dann auch, wenn es um den Support und die Updates geht, die es zwangsläufig hier benötigt), dann kann das nur eine der folgenden Varianten sein:
- Hobbyprojekt: der Entwickler macht das aus Spaß in seiner Freizeit und bezahlt somit mit seiner eigenen Zeit. Das bedeutet aber auch, dass er ggf. auch mal nicht direkt reagieren kann oder wird, wenn er andere Verpflichtungen hat.
- Finanziert durch Werbung: das würde man sehr deutlich sehen und stößt die meisten Anwender ab. Das wird idR nur bei kleinen Spielen oder unkritischen Anwendungen akzeptiert. Eine Anwendung wie eine Banking-Software würde dieses Konzept vermutlich nicht gut stehen.
- Verkauf von Daten: Das wollen wir hier mal nicht weiter verfolgen, da wir diese Art der Finanzierung hier nicht unterstellen wollen/können/sollen...
- Community-Projekt: deckt sich dann etwas mit dem ersten Punkt, aber da wären dann mehr Leute im Hintergrund und vielleicht auch der ein oder andere Sponsor, der das ohne direkte Werbung unterstützen würde
Sicherlich gibt es noch die ein oder andere Version der kostenlosen Umsetzung. Aber von denen hier aufgeführten ist aus meiner Sicht keines wirklich erstrebenswert, für eine Software im Banking-Umfeld.
Daher bleibt eigentlich nur, dass die Anwender die Software finanzieren. Und hier hat sich, wie infoman schon gesagt hat, das Abo-Modell durchgesetzt. Es handelt sich hier ja auch nicht um eine einmalige Sache, sondern um etwas, dass tatsächlich regelmäßig weiterentwickelt werden muss.
Und wenn man das mal aus der Sicht sieht: wer kann denn ernsthaft von sich behaupten, dass er gerne für einen Einmalbetrag ein Leben lang arbeitet? Das würde eigentlich ja auch niemand machen wollen und vermutlich auch niemand fordern, oder?
In diesem Sinne: ich kann es vollkommen nachvollziehen, dass Banking4 ein Abo-Modell aufzieht und finde die Art und Weise, wie das hier erfolgt ist, mehr als fair. Es muss jetzt natürlich jeder selbst für sich entscheiden, welche Funktionen für einen relevant sind und was das einem Wert ist. Wenn man dadurch jeden Monat nur ein paar Stunden Aufwand spart, dann sollten einem das schon die 5-30 € pro Monat je nach Lizenz wert sein. So zumindest meine Meinung und Ansicht