Ich habe heute meine mehrjährige und bisher ausschließlich unter Win7 64bit gelaufene Hibiscus-Installation auf das aktuelle OpenSUSE 13.1 migriert.
Da ich einige merkwürdige Effekte hatte, letztendlich aber bis auf zwei winzige Kleinigkeit erfolgreich war, hier mein Erfahrungsbericht:
Wie gesagt, OpenSUSE 13.1, alle jeweils angebotenen Updates eingespielt.
Kernel: 3.11.10-21-default.
Java: java version "1.7.0_51", OpenJDK Runtime Environment (IcedTea 2.4.4) (suse-24.13.5-i386)
"jameica-2.7.0-nightly-linux.zip" frisch heruntergeladen.
Jameica gestartet, Pfad auf Hibiscus Nutzerverzeichnis angegeben.
Erster Start sofort erfolgreich. lediglich das Hibiscus-Scripting "motzte" (eigentlich erwartungsgemäß) falsche Pfade an.
Daher:
Alle Scripting-Plugins gelöscht, Hibiscus-Neustart
Alle Scripts (Eintragungen blieben stehen) gelöscht, Hibiscus-Neustart
Alle Plugins neu installiert, Hibiscus-Neustart.
1. merkwürdiges "selbstlösendes" Phänomen:
Trotz des letzten Neustarts war es zunächst nicht möglich, in den Offline-Konten Sync-Optionen zu setzen. Nur die Option "Automatische Gegenbuchungen erzeugen" war verfügbar. Die Offline-Konten waren auch zunächst nicht in "Hibiscus: Konten synchronisieren (Offene Synchronisierungsaufgaben)" auf der Startseite eingetragen. In der Kontoansicht war aber der Button "via Scripting synchronisieren" aktiv und der Sync funktionierte.
Lösung: Erst ein weiterer Hibiscus-Neustart ermögliche den Sync über die Startseite und das Setzen der Optionen in der Kontenansicht. Warum auch immer, Hauptsache es läuft
2. merkwürdiges "selbstlösendes" Phänomen:
Ich nutze einen "Cyberjack RFID komfort" und eine HBCI-Karte für den Girokonto-Sync. Zu diesem habe ich von der ReinerSCT Seite das für OpenSUSE 13.1 erstellte Paket "pcsc-cyberjack" in der neuesten Version "3.99.5final.SP05-1.suse13.1" installiert. Der Leser wurde daraufhin auch sofort (Kommando: lsusb) erkannt.
Nach einigem Lesen in Olafs Blog, im Hibiscus-WIki, hier im Forum und auf diversen OpenSUSE/Linux Foren war ich soweit, dass dieser Kartenleser eigentlich über die Kartenleser-Option "PC/SC-Kartenleser (Kobil, ReinerSCT und andere)" hätte erkannt werden sollen. ReinerSCT liefert keinen CTAPI Wrapper mehr für LINUX, und auch das OpenSUSE RPM-Repository "http://download.opensuse.org/repositories/security:/chipcard/openSUSE_13.1/" liefert nicht das, was Hibiscus erwartet. Es gibt zwar (noch) ein Paket "pcsc-ctapi-wrapper", dieses liefert aber keine von Hibiuscus erwartete "libctapi-cyberjack.so", so eine Datei gibts auf meinem OpenSUSE Rechner auch gar nicht.
Warum auch immer, Hibiscus lieferte zunächst sehr hartnäckig die hier schon mehrfach diskutierte Fehlermeldung "Kein Kartenleser gefunden".
Ich habe mich dann etwas tiefer in die Struktur dieser Schnittstelle eingelesen, entscheidend ist hier der Dämon "pcscd". Der aber, dauerte einen Moment bis ich das gefunden habe, nur dann in der Prozessliste auftaucht, wenn er von einer Software angefordert wird, welche auf einen Kartenleser zugreifen möchte. Und so richtige setzbare Optionen hat er auch nur für zB für PCMICIA Geräte, USB Geräte wie der Cyberjack haben keine angegebenen Optionen.
Da mir Hibiscus außer der Info, es gäbe keinen Kartenleser, keine weiteren Anhaltspunkte gab, hab ich mich auf die Suche nach irgendeinem Tool begeben, dass den Treiber bzw. den Dämon testet. Gibt es, das Paket heißt "pcsc-tools", dieses stellt mit dem Kommando "/usr/bin/pcsc_scan" genau das zur Verfügung.
ABER (Achtung!): Unter OpenSUSE 13.1 listet das RPM-Paket "pcsc-tools" eine RPM-Abhängigkeit zum Paket "perl-pcsc-perl" auf und warnt, man würde evtl. ein beschädigtes System erhalten wenn man es installieren würde. Für OpenSUSE 13.1 gibt es das RPM-Paket "perl-pcsc-perl" aber nicht, zumindest kann ich es nirgends finden. (Anm: Letzte verfügbare Version war für OpenSUSE 12.X). Es gibt aber ein Paket "perl-pcsc", welches ich zusätzlich manuell ausgewählt und zuerst installiert habe.
pcsc_scan läuft jedenfalls, und es erkennt den Cyberjack als solches und ob z.B. eine Karte gesteckt ist oder nicht.
Keine Ahnung ob dieses Tool noch irgendwas tut, oder ob es überhaupt damit zusammenhängt: Jedenfalls erkennt auch Hibuscus seit diesem einen und einzigen Aufruf jetzt den Kartenleser, auch nach erneuten Reboots.
Merkwürdig, aber wie vorhin: Hauptsache, es läuft
Somit kann ich zusammenfassen, dass so ein Umzug doch ziemlich problemlos möglich ist.
Lediglich zwei Kleinigkeiten sind übrig:
- Unter OpenSUSE werden bei mir neue Umsätze nicht automatisch auf der Startseite unter "Hibiscus: Neue Umsätze" angezeigt. Erst wenn ich auf eine andere Seite klicke und auf die Startseite zurücknavigiere, sind die Umsätze sichtbar. Stört nicht wirklich.
- Auch an sich harmlos aber schon etwas lästig ist das zweite Phänomen: Ich kann unter OpenSUSE die Spaltengrösse in tabellarischen Sichten nicht verändern. Wenn ich auf die Spaltenüberschriften zeige, dann ändert sich zwischen zwei Spaltenüberschriften wie unter Windows der Mauszeiger, wenn ich dann klicke und ziehe, passiert gar nichts. Hier wäre eine Lösung klasse, da in der Ansicht Texte, Jahreszahlen in Datumsfelder und Teile von Beträgen schlicht nicht anzeigbar sind. Stört in Tabellensichten wie zB. "Umsätze" etc.
Kennt das jemand? Kann das am Thema OpenJDK vs. Oracle JDK liegen?
Da ich einige merkwürdige Effekte hatte, letztendlich aber bis auf zwei winzige Kleinigkeit erfolgreich war, hier mein Erfahrungsbericht:
Wie gesagt, OpenSUSE 13.1, alle jeweils angebotenen Updates eingespielt.
Kernel: 3.11.10-21-default.
Java: java version "1.7.0_51", OpenJDK Runtime Environment (IcedTea 2.4.4) (suse-24.13.5-i386)
"jameica-2.7.0-nightly-linux.zip" frisch heruntergeladen.
Jameica gestartet, Pfad auf Hibiscus Nutzerverzeichnis angegeben.
Erster Start sofort erfolgreich. lediglich das Hibiscus-Scripting "motzte" (eigentlich erwartungsgemäß) falsche Pfade an.
Daher:
Alle Scripting-Plugins gelöscht, Hibiscus-Neustart
Alle Scripts (Eintragungen blieben stehen) gelöscht, Hibiscus-Neustart
Alle Plugins neu installiert, Hibiscus-Neustart.
1. merkwürdiges "selbstlösendes" Phänomen:
Trotz des letzten Neustarts war es zunächst nicht möglich, in den Offline-Konten Sync-Optionen zu setzen. Nur die Option "Automatische Gegenbuchungen erzeugen" war verfügbar. Die Offline-Konten waren auch zunächst nicht in "Hibiscus: Konten synchronisieren (Offene Synchronisierungsaufgaben)" auf der Startseite eingetragen. In der Kontoansicht war aber der Button "via Scripting synchronisieren" aktiv und der Sync funktionierte.
Lösung: Erst ein weiterer Hibiscus-Neustart ermögliche den Sync über die Startseite und das Setzen der Optionen in der Kontenansicht. Warum auch immer, Hauptsache es läuft
2. merkwürdiges "selbstlösendes" Phänomen:
Ich nutze einen "Cyberjack RFID komfort" und eine HBCI-Karte für den Girokonto-Sync. Zu diesem habe ich von der ReinerSCT Seite das für OpenSUSE 13.1 erstellte Paket "pcsc-cyberjack" in der neuesten Version "3.99.5final.SP05-1.suse13.1" installiert. Der Leser wurde daraufhin auch sofort (Kommando: lsusb) erkannt.
Nach einigem Lesen in Olafs Blog, im Hibiscus-WIki, hier im Forum und auf diversen OpenSUSE/Linux Foren war ich soweit, dass dieser Kartenleser eigentlich über die Kartenleser-Option "PC/SC-Kartenleser (Kobil, ReinerSCT und andere)" hätte erkannt werden sollen. ReinerSCT liefert keinen CTAPI Wrapper mehr für LINUX, und auch das OpenSUSE RPM-Repository "http://download.opensuse.org/repositories/security:/chipcard/openSUSE_13.1/" liefert nicht das, was Hibiscus erwartet. Es gibt zwar (noch) ein Paket "pcsc-ctapi-wrapper", dieses liefert aber keine von Hibiuscus erwartete "libctapi-cyberjack.so", so eine Datei gibts auf meinem OpenSUSE Rechner auch gar nicht.
Warum auch immer, Hibiscus lieferte zunächst sehr hartnäckig die hier schon mehrfach diskutierte Fehlermeldung "Kein Kartenleser gefunden".
Ich habe mich dann etwas tiefer in die Struktur dieser Schnittstelle eingelesen, entscheidend ist hier der Dämon "pcscd". Der aber, dauerte einen Moment bis ich das gefunden habe, nur dann in der Prozessliste auftaucht, wenn er von einer Software angefordert wird, welche auf einen Kartenleser zugreifen möchte. Und so richtige setzbare Optionen hat er auch nur für zB für PCMICIA Geräte, USB Geräte wie der Cyberjack haben keine angegebenen Optionen.
Da mir Hibiscus außer der Info, es gäbe keinen Kartenleser, keine weiteren Anhaltspunkte gab, hab ich mich auf die Suche nach irgendeinem Tool begeben, dass den Treiber bzw. den Dämon testet. Gibt es, das Paket heißt "pcsc-tools", dieses stellt mit dem Kommando "/usr/bin/pcsc_scan" genau das zur Verfügung.
ABER (Achtung!): Unter OpenSUSE 13.1 listet das RPM-Paket "pcsc-tools" eine RPM-Abhängigkeit zum Paket "perl-pcsc-perl" auf und warnt, man würde evtl. ein beschädigtes System erhalten wenn man es installieren würde. Für OpenSUSE 13.1 gibt es das RPM-Paket "perl-pcsc-perl" aber nicht, zumindest kann ich es nirgends finden. (Anm: Letzte verfügbare Version war für OpenSUSE 12.X). Es gibt aber ein Paket "perl-pcsc", welches ich zusätzlich manuell ausgewählt und zuerst installiert habe.
pcsc_scan läuft jedenfalls, und es erkennt den Cyberjack als solches und ob z.B. eine Karte gesteckt ist oder nicht.
Keine Ahnung ob dieses Tool noch irgendwas tut, oder ob es überhaupt damit zusammenhängt: Jedenfalls erkennt auch Hibuscus seit diesem einen und einzigen Aufruf jetzt den Kartenleser, auch nach erneuten Reboots.
Merkwürdig, aber wie vorhin: Hauptsache, es läuft
Somit kann ich zusammenfassen, dass so ein Umzug doch ziemlich problemlos möglich ist.
Lediglich zwei Kleinigkeiten sind übrig:
- Unter OpenSUSE werden bei mir neue Umsätze nicht automatisch auf der Startseite unter "Hibiscus: Neue Umsätze" angezeigt. Erst wenn ich auf eine andere Seite klicke und auf die Startseite zurücknavigiere, sind die Umsätze sichtbar. Stört nicht wirklich.
- Auch an sich harmlos aber schon etwas lästig ist das zweite Phänomen: Ich kann unter OpenSUSE die Spaltengrösse in tabellarischen Sichten nicht verändern. Wenn ich auf die Spaltenüberschriften zeige, dann ändert sich zwischen zwei Spaltenüberschriften wie unter Windows der Mauszeiger, wenn ich dann klicke und ziehe, passiert gar nichts. Hier wäre eine Lösung klasse, da in der Ansicht Texte, Jahreszahlen in Datumsfelder und Teile von Beträgen schlicht nicht anzeigbar sind. Stört in Tabellensichten wie zB. "Umsätze" etc.
Kennt das jemand? Kann das am Thema OpenJDK vs. Oracle JDK liegen?