Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

Apobank und DKB

 
a.borque
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Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 27.11.2024 - 22:05 Uhr  ·  #1
Hallo!
Ich habe jetzt bei zwei Banken einen Wechsel aus den eigentlich gut funktionierenden Rechenzentren der Sparkassen (DKB zumindest mit FinTS) und Volksbanken (Apobank - Avaloq) "erleben" dürfen.
Beide Male kam zumindest erstmal ziemlicher Murks heraus.
Sind die Rechenzentren so teuer? So unflexibel? So ...?
Warum lohnt es sich scheinbar, so etwas nicht ganz unkomplexes wie die Bank-IT ins eigene Institut zu holen und selbst entwickeln zu lassen?
Grüße
A.Borque
Odin
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 28.11.2024 - 08:15 Uhr  ·  #2
Moin,
die genannten Beispiele sind ja gerade spezial gelagerte Sonderinstitute in ihrer jeweiligen Finanzgruppe... einmal Geno einmal Sparkassen...
Diese Banken haben mitunter eigene und ganz andere Anforderungen an ein System als die kleineren Primärbanken vor Ort.
Die RZs der beiden Gruppen können in den eigen Systemen auch nicht jede gewünschte "Sonderlocke" der Großbanken umsetzen.
So sind die Treiber für den Wechsel eben die für Kunden meist unsichtbaren Vorgänge im Backend. Das für Kunden sichtbare - Homepage; OnlineBanking wie
Homepage; FinTS der Zahlungsverkehr - macht so auch nur einen Bruchteil der ganzen IT aus - es gibt da durchaus den "Eisberg-Effekt".
Dumm ist halt nur, wenn eben auch die Projektplaner den Fokus auf dem Innenleben haben und die Außenwirkung vernachlässigen und weniger
stark auf Qualitiät prüfen... Das ist ein Umkehrschluss... die Probleme zeigen ja, dass da nicht alles bis zum Ende vielleicht durchdacht aber nicht
gut kommuniziert wird...
Nicht der Umzug ist das Problem... "nur" das wie ;-)

So kommt dann sowas raus

Gruß

Od
rascal
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 28.11.2024 - 09:52 Uhr  ·  #3
Worin genau liegt die "Spezialität" der DKB und der Apobank?
ArthurDaley
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 06.01.2025 - 06:47 Uhr  ·  #4
Ich bin in der IT bei einer Volks-Primärbank. Wir hätten definitiv weder den Bedarf noch das Knowhow, uns von der Arruvia abzukoppeln.
hbciuser
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 08.01.2025 - 20:54 Uhr  ·  #5
Zitat geschrieben von Odin

Die RZs der beiden Gruppen können in den eigen Systemen auch nicht jede gewünschte "Sonderlocke" der Großbanken umsetzen.


Können schon - aber nicht zu jedem Dumpingpreis wollen, den sich so manch ein Auftraggeber vorstellt. Nur darum geht es am Ende.

Zitat geschrieben von Odin

Dumm ist halt nur, wenn eben auch die Projektplaner den Fokus auf dem Innenleben haben und die Außenwirkung vernachlässigen und weniger
stark auf Qualitiät prüfen


Das interessiert die wenig. Es geht am Ende des Tages immer um den Preis - um sonst so gut wie nichts. Die Qualität bzw. die Auswirkung auf den Kunden ist denen weitgehend egal - sieht man bei der DKB und auch bei der apoBank.

Die Sparda-Banken sind ja auch gebrannte Kinder. Nachdem erst die "kleinen" zur atruvia gekommen sind (mit ziemlich geräuschloser Migration auf agree) werden nun auch die restlichen größeren aufgenommen bis am Schluss eben alle bei der atruvia gelandet sind, weil der individuelle Ausflug mit der Sopra final doch nur ein Groschengrab war.

Das (Kern-) Banking-Geschäft ist (nicht nur) aufgrund der grenzenlosen Regulatorik ein sehr anspruchsvolles und teures Unterfangen. Da gibt es (in D) im großen und Ganzen nur zwei nennenswerte RZs (atruvia und fi), die fast den ganzen Laden schmeißen.
hbciuser
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 08.01.2025 - 21:23 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von ArthurDaley

Ich bin in der IT bei einer Volks-Primärbank. Wir hätten definitiv weder den Bedarf noch das Knowhow, uns von der Arruvia abzukoppeln.


Kann ich nachvollziehen - zumal die atruvia / fi ja nicht nur das Kernbankverfahren anbietet, sondern erheblich mehr. Im Prinzip ein fast komplettes "Wohlfühlpaket" (um es flapsig zu formulieren) sehr viel weiterer begleitender / unterstützender integrierter Dienstleistungen aus einer Hand. Das hat für eine Bank schon erhebliche Vorteile als sich diverse Komponenten von unterschiedlichen Dienstleistern zu besorgen, die dann im Zweifel das beliebte "Goldene A-Karte" - Spielchen bei Bedarf spielen.
a.borque
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 11.01.2025 - 17:39 Uhr  ·  #7
Hätte ich nicht gedacht, dass die „Sonderwünsche“ bei Atruvia und FI so viel kosten würden, dass es sich lohnt, ein komlett eigenes System hochzuziehen und zu betreiben. Wahnsinn!
hbciuser
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Re: Gründe für Inhouse-IT-Betrieb statt Rechenzentren?

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Gepostet: 12.01.2025 - 19:57 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von a.borque

dass es sich lohnt, ein komlett eigenes System hochzuziehen und zu betreiben. Wahnsinn!

Nun ja, das mit dem "lohnen" ist relativ. Siehe die restlichen Spardas, die plötzlich auch migriert werden wollten. Die haben sich da vollständig verschätzt, was es bedeutet, ein eigenes System in die Welt zu setzen und betreiben zu wollen. Dank Teo (aber das war sicherlich nicht der einzige Grund) sind denen obendrein nicht wenige Kunden davongelaufen.
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