Hallo Christian,
Zitat
Das ist natürlich Quark -- GnuCash ist keineswegs kompliziert und erst recht nicht unbrauchbar (Marcel, du weißt doch, dass ich hier mitlese Smile ) sondern ist stattdessen weiterhin der freie Finanzmanager auf Linux. Da es eben nicht nur ein Homebanking-Programm ist, braucht man eine kleine Eingewöhnung an die Finanzverwaltung, hat dafür aber die Garantie, dass es auch für eine ausführlichere Buchführung noch angemessen sein wird.
Natürlich weiss ich, dass du hier mitliest

... Das hindert mich aber nicht darin jemandem Recht zu geben, wenn er sagt, dass GnuCash kompliziert ist.
Und damit dass nicht wieder in einem Glaubenskrieg endet, welches Programm das beste ist, nochmal, um Missverständnissen vorzubeugen:
Es gibt bei den Programmen völlig unterschiedliche Ansätze.
Wir zielen mit MoneyPenny nach wie vor darauf "Homebanking" so einfach wie möglich zu machen. Das heisst aber auch, dass wir im Funktionsumfang teilweise starke Abstriche machen müssen, wodurch jemand, der "nicht nur" die normalen Homebanking-Funktionen braucht sehr bald an die Grenzen seiner Möglichkeiten stoßen wird. Für den gewerblichen Gebrauch ist MoneyPenny also in der Regel ungeeignet...
Qbankmanager und Hibiscus zähle ich jetzt mal dreisterweise mit in diese Gruppe, weil sie sich im großen und ganzen auf Online Banking konzentrieren. Korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch sehe.
GnuCash geht den anderen Weg und stellt eine Finanzverwaltung dar, die "nebenbei" auch Homebankingfunktionalität unterstützt. Das heisst aber wiederum, dass ein Kunde der "nur" die Homebankingfunktionalität nutzen möchte sehr schnell von der Funktionsvielfalt des Tools erschlagen wird, es also aus seiner Sicht sehr kompliziert ist.
KMyMoney geht den gesunden Mittelweg. Es ist bietet eine Finanzverwaltung, wie sie für den Hausgebrauch vollkommen ausreichend, aber (zumindest noch) nicht so umfangreich und dadurch auch "nicht so kompliziert" wie GnuCash ist. Das geht auch aus der Bezeichnung "Personal Finance Software" hervor. Gleichzeitig ist es aber keine reine Homebanking-Anwendung wie MoneyPenny und Co., weshalb Homebanking (wie auch bei GnuCash) erstmal nicht im Vordergrund steht und was offensichtlich auch der Grund dafür ist, dass es noch nicht vollständig implementiert ist.
Für wen im Endeffekt welches Programm das richtige ist, kann jeder für sich entscheiden. Ich sehe jedoch aus Sicht des Privatanwenders keinen Mehrwert darin, sich in ein Finanzverwaltungsystem wie GnuCash einzuarbeiten, solange er nicht von irgendwelchen Zusatzfunktionen des Programms profitieren kann (Lohnsteuerjahresausgleich über Elster möglich?). Und eine Einarbeitungszeit ist auf jeden Fall nötig!
Gruss, Marcel