Sicherheitsbetrachtung OnlineBanking

 
sf
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Sicherheitsbetrachtung OnlineBanking

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Gepostet: 03.01.2009 - 17:52 Uhr  ·  #1
Hallo, zusammen!
Liege gerade mit akuter Rüsselseuche im Krankenbett danieder - und da Onlinebanking für mich aus bestimmten Gründen demnächst nicht mehr vermeidbar ist :( , habe ich mal etwas das Netz durchstöbert!
Zunächst: Kompliment für dieses kompetente und faire/ unabhängige Forum - habe mich jetzt den ganzen Tag über auf Eurer Seite in die verschiedenen Kategorien eingelesen und schon ein ganz gutes erstes Gefühl für diese Baustelle.

Ich will mal kurz sortieren, was ich (vermutlich :) ) schon verstanden habe zum Thema "Online-Banking absichern" und dann eine Frage dazu loswerden!

NB: Komme selbst aus der IT- und Software-Entwicklungswelt - über allgemeine Verhaltensweisen bei Internetnutzung bin ich also wohl im Bilde (und ich gehöre auch zu den Leuten, die täglich Backups machen und die außer Haus lagern *angeb*).
Damit ist mir auch ziemlich glasklar klar: Das Hauptproblem befindet sich meist zwischen Bildschirm und Lehne :) !

Also - was habe ich bis jetzt verstanden:
Grundlagen
- rein Browser-basiertes Arbeiten ist immer angreifbar (war schon (fast) immer so)
- gegen Phishing / Pharming (nicht nur beim Online-Banking) hilft nur "Augen auf"
- mit Firewall, Virenschutz etc. ist es allemal besser als ohne, aber sicher ist man damit nicht
- regelmäßig die Kontobewegungen auf Unregelmäßigkeiten prüfen, ggf. Tageslimits setzen etc. ist ebenfalls hilfreich, um einen eventuellen Schaden zu minimieren

1-Kanal-Kommunikation
- Browserzugang per HTTPS sowie PIN als Login-Absicherung
- papierne TAN-Listen zum Absichern einzelner Transaktionen
- papierne indizierte TAN-Listen zum Absichern einzelner Transaktionen (höhere Sicherheit durch nicht vorhersehbare Reihenfolge)
Problem: Alles bis hier basiert auf einer 1-Kanal-Kommunikation - und ist die kompromittiert...

2-Kanal-Kommunikation (ich verwende mal die mir vertrauten Sparkassenbegriffe)
- chipTAN: ein mit dem Bank-Server einmalig synchronisierter elektronischer TAN-Generator erzeugt TANs, die jeweils nur kurzzeitig gültig sind und an die Empfänger-Kontonummer gebunden sind
- smsTAN: die Bank erzeugt eine auf die konkrete Transaktion gebundene TAN und sendet sie inklusive Betrag etc. per SMS auf mein Mobil-Telefon
- HBCI: irgendwas mit einem Kartenleser und einer Chip-Karte als Authentifizierung (wobei das Problem zu sein scheint, daß man nicht sieht, was man signiert)
- Secoder-basierte Lösung (ebenfalls Kartenleser und Chipkarte), aber man sieht, für welches Konto man da gerade signiert (und diese Info wird hash-gesichert an die Bank übertragen, die damit MITMs erkennen kann)
Wat verjessen?

Da es Zweikanal gibt, würde ich persönlich von Ein-Kanal ganz klar die Finger lassen.

Bzgl. Zweikanal nun meine Frage:
Wenn ich mal die Unterschiede bzgl. Hardware-, Software- und Handling-Aufwand ganz explizit außen vor lasse, scheinen mir die Verfahren 1., 2. und 4. gleich sicher - oder gibt es diesbezüglich Unterschiede (zumindest bei dem "einfachen" HBCI bin ich gefühlsmäßig etwas skeptischer)?


Gruß! SF
Holger Fischer
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Re: Sicherheitsbetrachtung OnlineBanking

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Gepostet: 03.01.2009 - 19:07 Uhr  ·  #2
Hi SF,

deine Einteilung ist nicht ganz richtig!

Dann verwendest Du praktisch nur Bezeichnungen aus den "Sparkassenlager", so dass man nicht jeder sofort weiß, was gemeint ist.

Interessant ist, dass Du ein bzw. zwei Kanal Kommunikation zur Unterteilung verwendest, während in der Regel von ein und zwei Schrittverfahren geredet wird. Deine Einteilung finde ich allerdings besser!

Dann gehört die Chipkarte aber nicht zur 2 Kanal Kommunikation.
das chiptan Verfahren, kann nicht nur die Kontonummer verwenden, sondern deutlich mehr, wenn es die Bank so möchte.

Zur Sicherheit würde ich bei deiner Reihenfolge 4 klar an Position 1 sehen, dann die mobile TAN und dann die ChipTAN. Liegt einfach daran, dass ich sowohl bei der Lösung mit SECODER, als auch bei der mobilen TAN mehr Informationen zum Auftrag transportieren kann, was insbesondere bei Aufträgen ins Ausland, oder bei Sammelaufträgen interessanter ist.

Soweit ein kurzer Überblick.

Gruß

Holger
sf
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Re: Sicherheitsbetrachtung OnlineBanking

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Gepostet: 03.01.2009 - 20:03 Uhr  ·  #3
Hallo. Holger!
Noch einer, der am Wochenende unterwegs ist :) !
Zitat geschrieben von Holger Fischer
deine Einteilung ist nicht ganz richtig!
Hab ich auch nicht erwartet!

Zitat
Dann verwendest Du praktisch nur Bezeichnungen aus den "Sparkassenlager", so dass man nicht jeder sofort weiß, was gemeint ist.
Spaßvogel :) :) :) - bin froh, daß ich nach einem Tag leicht deliröser Beschäftigung mit diesem Thema überhaupt schon was verstehe!
Im Ernst: Was sind denn dann die allgemeinen Begriffe - ich würde meinen Kram dann glatt nochmal editieren?

Zitat
Interessant ist, dass Du ein bzw. zwei Kanal Kommunikation zur Unterteilung verwendest, während in der Regel von ein und zwei Schrittverfahren geredet wird. Deine Einteilung finde ich allerdings besser!
Dann gehört die Chipkarte aber nicht zur 2 Kanal Kommunikation.
Naja, das "vor-Secoder"-HBCI nicht, der Secoder eigentlich schon, da hier zwar über das gleiche Medium (Internet) übertragen wird, durch den Secoder aber eine fälschungssichere Nachricht erzeugt wird.
Und ChipTAN hat ja den virtuellen zweiten Kanal durch die Synchronität der Algorithmen im TAN-Generator und auf dem Bank-Server - oder?

Zitat
Zur Sicherheit würde ich bei deiner Reihenfolge 4 klar an Position 1 sehen, dann die mobile TAN und dann die ChipTAN. Liegt einfach daran, dass ich sowohl bei der Lösung mit SECODER, als auch bei der mobilen TAN mehr Informationen zum Auftrag transportieren kann, was insbesondere bei Aufträgen ins Ausland, oder bei Sammelaufträgen interessanter ist.
Da Du "vor-Secoder"-HBCI nicht erwähnst, landet das dann wohl abgeschlagen auf Platz 4?

Danke für Deine Mühe


Gruß! SF
VR
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Re: Sicherheitsbetrachtung OnlineBanking

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Gepostet: 14.05.2009 - 14:39 Uhr  ·  #4
Hallo,

die höchste Sicherheit bietet wohl MTan und die Kartenleser unterstützte Varianten. In beiden Fällen bekommt der Kunde die Geschäftsdaten nochmals zu sehen bevor der Kunde diese mit einer TAN/Signatur freigibt.

Aber: Das Problem sitzt meistens vor dem Rechner..Z.B. bei MTan prüfen die Kunden die Daten nicht mehr ab, sondern tippen sofort die TAN in die Maske...

Grüße
VR
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