Mein Kommentar:
Im Artikel wird Starmoney als Lösung für die Probleme vorgestellt. Natürlich befindet sich die Software auf der Heft-CD, leider nur die Version 6, deren Support bereits dummerweise bereits ausgelaufen ist.
Dann geht es in 2,5 Spalten um "Phishing im sozialen Netz". Wie wichtig eine sichere Banking Software sei, zeige, dass nicht nur Bankdaten geklaut würden, sondern auch die Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken wie Facebook und gehackte Accounts und die ausspionierten privaten Informationen würden dann dazu benutzt, Leute auf virenverseuchte Seiten zu locken oder sie zum Beispiel mit den ausspionierten Daten dazu zu überreden, Geld an Betrüger zu überweisen. Interessant: Sollte einem ähnliches passiert sein, soll man ausgerechnet an die Mailadresse "bankingpanne@chip.de" eine Mail senden.
Interessant, denke ich, so kommt man also an Viren und wird betrogen - aber was hat das eigentlich mit Onlinebanking zu tun?
"Überlistet beim Online-Banking" heisst dann die nächste Überschrift. Ok, jetzt geht es 3 Spalten lang irgendwie konkreter um das Thema. Offensichtlich wurde ein Computerfachmann beinahe Opfer eines Trojanerangriffes, also jemand, der sich ja eigentlich mit Viren und Sicherheitsmechanismen auskennen müsste. Die Bank hat den Schaden zwar beglichen, aber damit wohl indirekt zugegeben, dass das Onlinebanking wohl doch alles nicht so sicher sei. Aha.
Die Lösung lautet HBCI und wie man das mit Starmoney einrichtet, findet sich später.
Dann weiter 3,5 Spalten weiter mit "Abgezockt am Automaten" und dem EMV-Chip Problemen, die Unsicherheit bei den nicht transparenten und komplizierten Spezifikationen, die auch angeblich von Salim Güler von Kobil als Hersteller von Onlinebanking-Kartenlesegeräten bestätigt werden. Was das nun mit der Unsicherheit von Onlinebanking zu tun haben könnte, wird leider nirgends erklärt oder ich hab es in meinem Ärger überlesen.
Mist, jetzt war offensichtlich noch zuviel Platz übrig. Die Seite 54 verbraucht 1/2 Seite, um die "Vollversion von StarMoney für sicheres Online-Banking auf Ihrem PC" einzurichten und den Unterschied zum Browserbanking zu erklären, aber was soll mit dem Rest passieren?
Aber da weiss die Chip noch was: "Schock in der Schalterhalle" übertitelt die Praxis der Geldinstitute, ungenutzte Sparkonten auf Sammelkonten umzubuchen. "(...) es muss nicht immer eine Panne den digitalen Geldgeschäften sein, die Sie um Ihr Geld bringt.". Weiter gehen ungenutzte Konten wohl bei der Postbank "verloren". Auch gibt es angeblich Banken, die ungenutzte Konten mit Gebühren belegen, die dann das ungenutzte Guthaben von Sparkonten aufzehren. Interessant, es geht also um digital verwaltetes Geld und was damit so alles passieren kann.
Insgesamt ein peinlicher Artikel, wie ich finde. Es geht bestenfalls in 1/3 des Textes um das Überschrifts-Thema "Onlinebanking" - und ich finde, das hab ich noch wohlwollend gerechnet. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Starmoney mit dieser populistischen Verwendung glücklich sein kann. Kann man so eine Produktwerbung denn nicht wenigstens irgendwie subtiler und intelligenter gestalten? Mir ist schon klar, dass es sinnvoll ist, solche Werbung mit Sachartikeln zu unterstützen, aber sollte das nicht wenigstens einigermaßen mit dem Thema des Produktes zu tun haben?
Warum nicht konkret die Unterschiede von HBCI und Onlinebanking per Browser nennen und erklären? Wird demnächst auch Starmoney als Lösung für die Klimaerwärmung von der Chip angeboten? Die Überschrift finde ich genauso naheliegend: "Fahren Sie nicht mehr zur Bank, nutzen Sie HBCI mit StarMoney und tun Sie mit chip was gegen die Klimaerwärmung!". Ärgerlich, für wie dumm man die Leser und Kunden offensichtlich hält. Ärgerlich, dass mal wieder eine Chance vertan wird, sich wirklich vernünftig mit den aktuellen Homebanking-Verfahren auseinanderzusetzen. Ärgerlich, dass solch offensichtlich schlechte Artikel wohl eher schaden dürften als nützen.
Frohe Ostern!
Raimund
Zitat
So wird Ihr KONTO leergefischt.
Ihr PC ist virenfrei? Sie fallen nicht auf Phishing rein? Von wegen! Längst nutzen die Hacker neue Methoden. Chip zeigt, wie sich sich beim Online-Banking schützen
Ihr PC ist virenfrei? Sie fallen nicht auf Phishing rein? Von wegen! Längst nutzen die Hacker neue Methoden. Chip zeigt, wie sich sich beim Online-Banking schützen
Im Artikel wird Starmoney als Lösung für die Probleme vorgestellt. Natürlich befindet sich die Software auf der Heft-CD, leider nur die Version 6, deren Support bereits dummerweise bereits ausgelaufen ist.
Dann geht es in 2,5 Spalten um "Phishing im sozialen Netz". Wie wichtig eine sichere Banking Software sei, zeige, dass nicht nur Bankdaten geklaut würden, sondern auch die Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken wie Facebook und gehackte Accounts und die ausspionierten privaten Informationen würden dann dazu benutzt, Leute auf virenverseuchte Seiten zu locken oder sie zum Beispiel mit den ausspionierten Daten dazu zu überreden, Geld an Betrüger zu überweisen. Interessant: Sollte einem ähnliches passiert sein, soll man ausgerechnet an die Mailadresse "bankingpanne@chip.de" eine Mail senden.
Interessant, denke ich, so kommt man also an Viren und wird betrogen - aber was hat das eigentlich mit Onlinebanking zu tun?
"Überlistet beim Online-Banking" heisst dann die nächste Überschrift. Ok, jetzt geht es 3 Spalten lang irgendwie konkreter um das Thema. Offensichtlich wurde ein Computerfachmann beinahe Opfer eines Trojanerangriffes, also jemand, der sich ja eigentlich mit Viren und Sicherheitsmechanismen auskennen müsste. Die Bank hat den Schaden zwar beglichen, aber damit wohl indirekt zugegeben, dass das Onlinebanking wohl doch alles nicht so sicher sei. Aha.
Die Lösung lautet HBCI und wie man das mit Starmoney einrichtet, findet sich später.
Dann weiter 3,5 Spalten weiter mit "Abgezockt am Automaten" und dem EMV-Chip Problemen, die Unsicherheit bei den nicht transparenten und komplizierten Spezifikationen, die auch angeblich von Salim Güler von Kobil als Hersteller von Onlinebanking-Kartenlesegeräten bestätigt werden. Was das nun mit der Unsicherheit von Onlinebanking zu tun haben könnte, wird leider nirgends erklärt oder ich hab es in meinem Ärger überlesen.
Mist, jetzt war offensichtlich noch zuviel Platz übrig. Die Seite 54 verbraucht 1/2 Seite, um die "Vollversion von StarMoney für sicheres Online-Banking auf Ihrem PC" einzurichten und den Unterschied zum Browserbanking zu erklären, aber was soll mit dem Rest passieren?
Aber da weiss die Chip noch was: "Schock in der Schalterhalle" übertitelt die Praxis der Geldinstitute, ungenutzte Sparkonten auf Sammelkonten umzubuchen. "(...) es muss nicht immer eine Panne den digitalen Geldgeschäften sein, die Sie um Ihr Geld bringt.". Weiter gehen ungenutzte Konten wohl bei der Postbank "verloren". Auch gibt es angeblich Banken, die ungenutzte Konten mit Gebühren belegen, die dann das ungenutzte Guthaben von Sparkonten aufzehren. Interessant, es geht also um digital verwaltetes Geld und was damit so alles passieren kann.
Insgesamt ein peinlicher Artikel, wie ich finde. Es geht bestenfalls in 1/3 des Textes um das Überschrifts-Thema "Onlinebanking" - und ich finde, das hab ich noch wohlwollend gerechnet. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Starmoney mit dieser populistischen Verwendung glücklich sein kann. Kann man so eine Produktwerbung denn nicht wenigstens irgendwie subtiler und intelligenter gestalten? Mir ist schon klar, dass es sinnvoll ist, solche Werbung mit Sachartikeln zu unterstützen, aber sollte das nicht wenigstens einigermaßen mit dem Thema des Produktes zu tun haben?
Warum nicht konkret die Unterschiede von HBCI und Onlinebanking per Browser nennen und erklären? Wird demnächst auch Starmoney als Lösung für die Klimaerwärmung von der Chip angeboten? Die Überschrift finde ich genauso naheliegend: "Fahren Sie nicht mehr zur Bank, nutzen Sie HBCI mit StarMoney und tun Sie mit chip was gegen die Klimaerwärmung!". Ärgerlich, für wie dumm man die Leser und Kunden offensichtlich hält. Ärgerlich, dass mal wieder eine Chance vertan wird, sich wirklich vernünftig mit den aktuellen Homebanking-Verfahren auseinanderzusetzen. Ärgerlich, dass solch offensichtlich schlechte Artikel wohl eher schaden dürften als nützen.
Frohe Ostern!
Raimund