Hallo Holger, Raimund und natürlich alle Anderen,
zunächst einmal vielen Dank für Eure Antworten.
Falls ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Meine Ablehnung gegen mTAN und Chip-TAN ist meine rein persönliche Einstellung (muss keiner beherzigen), die allerdings nicht darauf basiert, dass mir das alles egal ist (wem ist dies schon möglich beim Geld), sondern weil ich meinen PC gut absichere.
Gut bedeutet natürlich nicht zu 100 %. Die hat man allerdings auch nicht bei mTAN und Chip-TAN.
Bei der mTAN könnt Ihr die sogar vielen Angriffsszenarien bei Wikipedia nachlesen ->
http://de.wikipedia.org/wiki/TransaktionsnummerDie Angriffe sind derzeit noch nicht so ausgereift. Wenn aber die mTAN die iTAN bei der größten deutschen Privatbank komplett ersetzt, werden sich die Angreifer dann schon verstärkt darum kümmern...einfach weil es sich für sie dann lohnt. Denn hier geht es nicht um "Hacker-Romantik", sondern um Gauner die auf die Schnelle absahnen wollen.
Bei der mTAN käme außerdem noch hinzu, dass man mehr oder minder ständig ein Handy haben muss. Für viele wahrscheinlich würde dies nur bedeuten, dass sie es noch ein wenig besser darauf aufpassen müssten, weil sie es bei jeder Zahlung herauszuholen ist.
Für mich persönlich wäre es halt noch ein Ärgernis, weil ich weder Vieltelefonierer bin, noch muss ich ständig erreichbar sein...so dass Handys (ganz im Gegensatz zum Internet) für mich persönlich keine Bedeutung haben. Aber ganz klar: Dieser Absatz betrifft auch nur mich persönlich.
Bei der Chip-TAN sehe ich im Augenblick virtuell geringere Angriffsmöglichkeiten als bei der mTAN.
Allerdings wiegt der Nachteil des zweites Gerätes noch viel gravierender als bei der mTAN.
Wird z.B. da das Chip-Gerät in einem unachtsamen Moment geklaut ist gleich die darin steckende Bankkarte mit weg.
Nun wird manch einer vielleicht einwenden. Ja dann muss ich halt aufpassen. Im Grundsatz absolut richtig. Nur wenn ich nicht gezwungen bin statt iTAN das Chip-Gerät zu nutzen, hole ich die Bankkarte überhaupt nicht aus dem Portemonnaie...und das war es dann mit den in meinen Augen mit der minimalen Sicherheitsverbesserung gegenüber einem gut gesicherten PC+iTAN.
Zusätzlich scheint mir der Kontakt zwischen Chip-Gerät und PC nicht unproblematisch, wie man dieser Anwendungsbeschreibung der Postbank entnehmen kann ->
http://www.postbank.de/-snm-01…A78D1.f091Originaltext der Postbank bei Bild 4:„Vergewissern Sie sich, dass die Positionierungsmarken (kleine weiße Dreiecke) am Bildschirm und an Ihrem TAN-Generator übereinander stehen.
Passen Sie ggf. die Größe der animierten Grafik über die Buttons „+" und „-" so an, dass die Marken von Grafik und Gerät übereinstimmen.“
Ganz ehrlich: Ich nutze Online-Baking nicht um der Postbank einen Gefallen zu tun, sondern um es mir komfortabler zu machen als bei den Papier-Überweisungsaufträgen.
Genau so wie die Postbank (wie alle anderen Banken auch) das Online-Banking nicht der „liegen Kunden“ wegen anbieten, sondern weil sie damit Kosten sparen können.
Da habe ich absolut keine Lust ggf. vor und nach jeder Online-Zahlung meine Graphikeinstellungen zu ändern, nur weil die von mir individuell gewünschten Justierungen nicht mit denen der Postbank bei ihrem Chiparten-Verfahren übereinstimmen.
Deshalb abschließend noch einmal meine individuelle Bitte: Falls jemand eine Bank empfehlen kann, die in absehbarer Zeit nicht ihre Kunden
zwangsweise vor die Wahl stellt entweder vom iTAN (Komfort-TAN; leider gibt es ja hier verschiedene Namen) auf mTAN/Chip-TAN umzusteigen oder aufs Online-Banking zu verzichten, würde ich mich über Hinweise freuen. Wie gesagt: Gerne auch via PN, wenn dies anders nicht möglich sein sollte.
Ich bin halt bei anderen Banken nicht so informiert, weil ich ein viertel Jahrhundert Kunde der Postbank war.
Tschüs
Sardubnotal