Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

Sachverhalt unklar...

 
Rollator
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Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 15.09.2013 - 10:32 Uhr  ·  #1
Hallo,

hoffentlich richtiges Unterforum - sonst bitte verschieben.

wir nutzen in unserem Unternehmen aktiv Verrechnungsschecks, um Kunden zu viel gezahlte Beträge zu erstatten.

Wir sind im Tourismus, genauer gesagt im Bereich von Klassenfahrten tätig. Der Lehrer (tw. die Schüler / die Schule) überweist Betrag X - und die Reise ist bezahlt. Die Bezahlung erfolgt immer im Voraus - wenn sich während oder kurz vor der Reise etwas ändert (ein Teilnehmer weniger; ein Guide fällt aus; Gruppe entscheidet sich um usw.) entsteht ein anderer Endpreis, den wir momentan auf dem Wege des Verrechnungsschecks zurückerstatten.

Eine Automatisierte Rückzahlung auf gewisse Konten ist deswegen ungünstig, weil in vielen Fällen gar nicht wüssten, auf welches Konto wir die Überweisung zurückbuchen sollten.

Jetzt ist es bekanntlich so, dass für Verrechnungsschecks KEINE Umstellung auf das SEPA-Verfahren mehr durchgeführt wird, weil diese als veraltet gelten und ersetzt werden sollen. Wir sind jetzt nicht sicher, wie lange Verrechnungsschecks überhaupt noch unterstützt werden.

Kennt sich jemand hier etwas besser mit der Materie aus - und hat Alternativen, wie wir zukünftig unsere Rückbuchungen organisieren könnten?

Vielen Dank für Eure Antworten ;-)
onlbanker
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 15.09.2013 - 14:02 Uhr  ·  #2
Wenn ihr eure Umsätze via FinTS oder EBICS Schnittstelle abholt (also nicht über Browserbanking) sollte normalerweise das Gegenkonto des Zahlers zu erkennen sein. Das könnte dann für eine elektronische Rückerstattung verwendet werden.
Ich würde das einfach mal mit z.B. Starmoney kostenfreier Testversion ausprobieren.

Wann die Schecks auslaufen dürfte maßgeblich von der ausgebenden Bank abhängen, würde ich dort mal fragen.
Ich weiß jetzt nicht, dass und ob im Zusammenhang mit SEPA irgendwo ein Scheck-Verbot niedergeschrieben steht.
Rollator
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 16.09.2013 - 07:32 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von onlbanker
Wenn ihr eure Umsätze via FinTS oder EBICS Schnittstelle abholt (also nicht über Browserbanking) sollte normalerweise das Gegenkonto des Zahlers zu erkennen sein. Das könnte dann für eine elektronische Rückerstattung verwendet werden.
Ich würde das einfach mal mit z.B. Starmoney kostenfreier Testversion ausprobieren.

Wir nutzen StarMoney 6 mit EBICS-Schnittstelle. Das wurde mir auch schon dort im Forum vorgeschlagen - das Problem hierbei ist jedoch, dass wir das Geld tw. von unterschiedlichen Konten bekommen. Es kann passieren, dass die Anzahlung und die Restzahlung von verschiedenen Konten kommen - oder gewisse Teilbeträge von unterschiedlichen Lehrern.

Deswegen war der Verrechnungsscheck bisher immer eine Super-Lösung.

Zitat geschrieben von onlbanker
Wann die Schecks auslaufen dürfte maßgeblich von der ausgebenden Bank abhängen, würde ich dort mal fragen.
Ich weiß jetzt nicht, dass und ob im Zusammenhang mit SEPA irgendwo ein Scheck-Verbot niedergeschrieben steht.

Hmm... genau das war inetwa auch meine Frage - weiß jemand etwas davon? Ich weiß halt nur, dass es nicht mehr auf SEPA umgestellt wird, weil es eben ersetzt werden soll.
onlbanker
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 16.09.2013 - 08:12 Uhr  ·  #4
Sonst hätte ich noch eine technische Idee: Ihr schickt einfach keine Schecks mehr raus sondern Abruf-Tickets. Das ist dann eine Zahlenkombination mit der der Empfänger auf eurer Webseite ein Formular abrufen kann, in welches er das Konto (am besten gleich mit IBAN und BIC) einträgt, auf das er das Geld haben möchte.
Das würde euren Prozess nur wenig ändern (statt Scheck ausstellen einfach Ticket generieren und bei Rücklauf Überweisung veranlassen) und es würde für den Empfänger leichter werden (nicht zur Bank latschen sondern online abrufen).
Solch ein System dürfte relativ schnell umsetzbar sein.
Rollator
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 16.09.2013 - 08:32 Uhr  ·  #5
Hmm... also das klingt schon viel eher nach einer passenden Lösung. Wird sowas direkt von den Banken zur Verfügung gestellt? Dann würden wir uns da vielleicht mal kundig machen.
onlbanker
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 16.09.2013 - 08:45 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von Rollator
Wird sowas direkt von den Banken zur Verfügung gestellt? Dann würden wir uns da vielleicht mal kundig machen.

Glaube nicht. Habe das gerade selbst konzipiert.
Bei Interesse gern eine PN an mich.
Maxl
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 16.09.2013 - 17:40 Uhr  ·  #7
Hallo,

Zitat geschrieben von Rollator
Wir sind im Tourismus, genauer gesagt im Bereich von Klassenfahrten tätig...

Eine Automatisierte Rückzahlung auf gewisse Konten ist deswegen ungünstig,
weil in vielen Fällen gar nicht wüssten, auf welches Konto wir die Überweisung zurückbuchen sollten.


eine Firma hat bei jedem Auftrag einen Vertragspartner (der, der hier die Klassenfahrt mit Unterschrift bucht).
Genau diesen frage ich nach einer Kontoverbindung für die Rückerstattung.
Denn die Rückerstattung/Gutschrift verbucht Ihr doch hoffentlich kaufmännisch ordentlich, oder ?
Damit steht der Begünstigte doch schon fest.

Wenn es nicht gerade um Bezahlung bei Lieferung geht, kenne ich diese Scheck-Geschichten im Geschäftsleben
gerne als zeitliche "Zahlungsverschleppung", denn eigentlich sind Schecks schon länger teuer und umständlich in der Einlösung (für Ausgeber wie Einreicher).
Sorry.
onlbanker
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 16.09.2013 - 18:31 Uhr  ·  #8
@Maxl: So einfach ist das nicht immer und hat mit korrekter Buchhaltung nichts zu tun.

Außerdem gibt es im Scheckverkehr für den Aussteller immer einen gewissen Bodensatz Nichteinlöser, mit dem man durchaus rechnen kann.
Rollator
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 17.09.2013 - 07:44 Uhr  ·  #9
Zitat geschrieben von Maxl
Hallo,

eine Firma hat bei jedem Auftrag einen Vertragspartner (der, der hier die Klassenfahrt mit Unterschrift bucht).
Genau diesen frage ich nach einer Kontoverbindung für die Rückerstattung.
Denn die Rückerstattung/Gutschrift verbucht Ihr doch hoffentlich kaufmännisch ordentlich, oder ?
Damit steht der Begünstigte doch schon fest.


In dieser Branche ist das leider nur die halbe Wahrheit. Teilweise wird das direkt von der Schule aus überwiesen - teilweise von unterschiedlichen Lehrern (2 Klassen in einem Bus) - und im schlimmsten Falle von jedem Schüler einzeln. Weiterhin ist eine händisch angewiesene Rücküberweisung wieder ein Mehraufwand, der vor allem eines kostet: Zeit. Wir haben in unserem internen Buchungsprogramm die Möglichkeit, einen Scheck zu erzeugen - eine Rücküberweisung kann das Programm eben nicht. €dit: außerdem können diejenigen, die die Klassenfahrten betreuen keine Überweisungen anweisen, weil die Buchhaltung und der Verkauf bei uns getrennt sind - so liefe das alles auch über 2 Tische mehr. Deswegen frage ich ja nach vergleichbaren Alternativen - und die Rücküberweisung ist da - aus genannten Gründen - nicht wirklich die optimalste Lösung.

Zitat geschrieben von Maxl
Wenn es nicht gerade um Bezahlung bei Lieferung geht, kenne ich diese Scheck-Geschichten im Geschäftsleben
gerne als zeitliche "Zahlungsverschleppung", denn eigentlich sind Schecks schon länger teuer und umständlich in der Einlösung (für Ausgeber wie Einreicher).
Sorry.


Was heißt Sorry - ist ja kein Ding.
Es ist nunmal ein eingewöhntes System - und zugegeben - ein ziemlich alter Hut. Mag ja sein, dass es hier und da Schwächen hat - und wenn es ausläuft müssen wir ja eh umsteigen. Aber eben dafür gibt's ja irgendwo auch den Thread.
Maxl
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 18.09.2013 - 19:27 Uhr  ·  #10
Zitat geschrieben von Rollator
Teilweise wird das direkt von der Schule aus überwiesen - teilweise von unterschiedlichen Lehrern (2 Klassen in einem Bus) -
und im schlimmsten Falle von jedem Schüler einzeln.
Weiterhin ist eine händisch angewiesene Rücküberweisung wieder ein Mehraufwand, der vor allem eines kostet: Zeit.
Wir haben in unserem internen Buchungsprogramm die Möglichkeit, einen Scheck zu erzeugen - eine Rücküberweisung kann das Programm eben nicht.

Ich will da eigentlich nicht weiter insistieren,
aber Deine Ablaufbeschreibung scheint mir kaufmännisch/buchhalterisch sehr zweifelhaft :

Wenn die Buchhaltung regelmäßig mit zig verschiedenen Einzahlern pro Vertragsfall umgehen muß (Zahlungseingänge prüfen und verbuchen),
dann ist für sie die eine Rücküberweisung doch Peanuts (auch zeitlich !).
Im Übrigen fällt der "erzeugte Scheck" ja nicht ohne Bezug einfach hinten aus dem Computer,
sondern muß intern immer einer Gutschriftsbuchung zugeordnet sein !

Da eure Firma wahrscheinlich hin und wieder mal eine Zahlung überweist (Miete/Gehälter/Büromaterial),
kann die Buchhaltung sicher auch Rückzahlungen an Kunden anweisen, wenn sie denn nur will.

Deshalb kam das "Sorry", denn Dinge wie der einkalkulierte "Bodensatz Nichteinlöser" von onlbanker
sind mir halt einfach kaufmännisch nur unsympathisch, um es mal höflich zu sagen.

Aber das alles wie gesagt nur nebenbei.


Grundsätzlich haben die Banken wohl Interesse, daß der Scheck auch weiterhin möglich bleibt (man kann gut daran verdienen, da händische Bearbeitung).
Und wie Du ja eingangs selbst gesagt hast :
http://www.bundesbank.de/Redak…cId=125150
Käme eine Änderung bei den Schecks, müßte der Anbieter Eures "Buchungsprogramms" doch wohl sowieso reagieren, oder ?
onlbanker
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 18.09.2013 - 19:40 Uhr  ·  #11
Zitat geschrieben von Maxl
Deshalb kam das "Sorry", denn Dinge wie der einkalkulierte "Bodensatz Nichteinlöser" von onlbanker
sind mir halt einfach kaufmännisch nur unsympathisch, um es mal höflich zu sagen.

Dieser Bodensatz mag hier konkret keine Rolle spielen. Aber wenn ich an größere Dinge wie Rückerstattung von Krankenkassenbeiträgen oder KFZ-Steuern etc. denke bin ich überzeugt, dass ein gewisser Prozentsatz nicht einlöst. Egal wie man dazu jetzt persönlich steht.
Rollator
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Re: Verrechnungsschecks - wann läuft's aus?

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Gepostet: 19.09.2013 - 09:40 Uhr  ·  #12
Zitat geschrieben von Maxl

Wenn die Buchhaltung regelmäßig mit zig verschiedenen Einzahlern pro Vertragsfall umgehen muß (Zahlungseingänge prüfen und verbuchen),
dann ist für sie die eine Rücküberweisung doch Peanuts (auch zeitlich !).
Im Übrigen fällt der "erzeugte Scheck" ja nicht ohne Bezug einfach hinten aus dem Computer,
sondern muß intern immer einer Gutschriftsbuchung zugeordnet sein !

Das lässt sich als Außenstehender, der die internen Abläufe im Unternehmen nicht kennt schwer einschätzen. Von deiner Warte her - und den Fällen mit denen Du in Verbindung kommst mag das ja alles stimmen - aber es ist halt nicht ganz so einfach.

Wie onlbanker schon schrieb: es geht hierbei nicht um den Bodensatz - sondern eine praktikable Lösung die der bisherigen ähnlich sieht.

Man könnte hier jetzt mehrfach hin- und herdiskutieren, ob Schecks die richtige Lösung sind - aber dabei drehen wir uns letztenendes auch nur im Kreis.
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