Zitat/Konklusio aus dem Artikel :
Die Betrugsserie ist ein herber Rückschlag für das mTan-Verfahren.
Viele Banken führten es 2011 ein, weil es immer wieder zu Sicherheitsproblemen mit den herkömmlichen - auf Papier gedruckten - Tan-Listen kam.
Die Bankenverbände halten das neue mTan-Verfahren trotz der nun bekannt gewordenen Betrugsfälle weiter für sicher - zumindest dann,
wenn Kunden die Daten streng getrennt hielten, also etwa die Mobilfunk-Rechnung nicht auf dem Computer speicherten.
Das mit dem "herben Rückschlag" für mTAN ist - mit Verlaub - natürlich Unsinn.
Wenn die Telekom es den Tätern offenbar zu leicht ermöglicht, an Multi-SIMs zu kommen, sitzt das Problem doch an anderer Stelle.
Notfalls hätte man aber bei Frau Helene Huber ja auch mal klingeln können :
"Grüß Gott, wir kommen von der Telekom und müßten mal Ihr Handy haben, um ein wichtiges Update einzuspielen.
Dauert nicht lange, kriegen Sie gleich wieder ...".

ops:
Aber ganz unter uns, was ich mich wirklich frage :
Wie schaffen es die Täter nur, nicht nur jemand zu finden, den man gut verwanzen kann,
sondern der auch noch das passende Stückchen Geld auf seinem Girokonto dümpeln läßt ?
Hier ging's ja mal eben um 58.000/77.000 € am Stück.
Finde, wer so findig ist, dem gebührt schon wieder eine Belohnung.
Und immer ist im Artikel vom
Online-Girokonto die Rede.
Wird Zeit, daß sich die Leute mal wieder handfeste Konten zulegen (gebundenes Sparbuch mit händischen Einträgen und doppelter Abzeichnung),
nicht immer dieses moderne Online-Zeugs ...
Will sagen, wenn ich der Problematik nicht gewachsen bin (PC/Smartphone/Virenschutz/Updates/Grundverständnis), sollte ich auch mal die Finger davon lassen.
Aber könnt Ihr Euch eine Bank vorstellen, die sagt : "Sehr geehrte Frau Helene Huber, wir schalten Ihnen lieber den Online-Zugang nicht frei.".
Denn da wäre Frau Huber mit Giro 58.000€ vielleicht ganz schnell mal etwas beleidigt ...