Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

 
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Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:04 Uhr  ·  #1
Hallo weiss jemand ob die Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:08 Uhr  ·  #2
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:26 Uhr  ·  #3
@infoman
Leider nutzen mir deine Links nichts da die Commerzbank nicht erwähnt wird, ich bräuchte einen Link zum Preisaushang der Commerzbank. Wer weiss Rat?
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:42 Uhr  ·  #4
du solltest dein post #1 nochmals durchlesen -
die Frage war: "ob die Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?"
die Antwort war: "kurz (Stand heute) nein"

von Preis und Konditionen stand da nichts.
die kannst du aber selbst über Google finden, erstes Suchergebnis: https://www.commerzbank.de/por…ionen.html
msa
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:49 Uhr  ·  #5
/me fragt sich, ob diese Posts wirklich ernst gemeint sind!?

Kann man wiklich so "unbeholfen" sein??? Und wer überweist 1 Eur per Echtzeitüberweisung - wo man im dümmsten Fall den Betrag nochmal als Gebühren zahlt?

Echtzeitüberweisung und private Banken: Die Echtzeitüberweisungen werden derzeit von den großen Privatbanken (DeuBa und Commerz) nicht angeboten, da deren EDV zu altmodisch ist und das nicht kann. Die HVB wäre der nächste Kandidat, aber bei denen gibts die trotzdem, weil die italienische Mutter das schon länger eingeführt hatte und man in der HVB-EDV extra einen holperigen Umweg eingebaut hat, der das ermöglicht.
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:53 Uhr  ·  #6
@msa
hast gesehen: Deutsche Bank, N26 Bank GmbH starten am 2018-11-20
von den VR noch nichts zu sehen, die wollten doch auch im 3 Quartal aktiv sein oder?
msa
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 18:59 Uhr  ·  #7
Hoi. DeuBa schafft es nicht, untertags Umsätze dem Kunden zu zeigen (via Web und HBCI) aber macht Echtzeitüberweisungen? Kriegt der Kunde dann bei Eingang eine Brieftaube gesendet? LOL

Aber bei der HVB isses ja genauso. Umsätze grundsätzlich erst am nächsten Morgen so ab halbsechs sichtbar, aber Echtzeitüberweisungen anbieten.
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 19:00 Uhr  ·  #8
Drittes Quartal dieses Jahr?
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 28.09.2018 - 19:19 Uhr  ·  #9
ja, hatte irgendwie sowas gelesen ...
vielleicht war die Info aber auch falsch oder die sind einfach im Verzug
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 29.09.2018 - 05:16 Uhr  ·  #10
Also ich hatte im internet gelesen das die VR im November 2018 die technische Grundlage für Echtzeitüberweisung schafft und im Frühjahr 2019 die Echtzeitüberweisung anbieten tut.
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 29.09.2018 - 07:45 Uhr  ·  #11
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 01.10.2018 - 10:14 Uhr  ·  #12
Zitat geschrieben von msa

Echtzeitüberweisung und private Banken: Die Echtzeitüberweisungen werden derzeit von den großen Privatbanken (DeuBa und Commerz) nicht angeboten, da deren EDV zu altmodisch ist und das nicht kann. Die HVB wäre der nächste Kandidat, aber bei denen gibts die trotzdem, weil die italienische Mutter das schon länger eingeführt hatte und man in der HVB-EDV extra einen holperigen Umweg eingebaut hat, der das ermöglicht.

Die altmodische EDV für das was Du als Kunde siehst, hat wenig bis gar nichts mit der Umsetzung SEPA Instant zu tun. Die internen Buchungsprozesse sind das eine, der Aufbau und die Anbindung eines Echtszeitclearings ( welches nicht nur zu einzelnen ausgewählten Banken funktioniert, sondern zu allen Banken die an SEPA Inst teilnehmen) ist etwas völlig anderes.
Wenn man selber aktiv SEPA Inst kann, nutzt einen das nichts, wenn die anderen Banken das passiv noch nicht können, oder nur über einen properitären oder bilateralen Weg, an dem die eigene Bank nicht angeschlossen ist.

Die Clearing Plattformen sind bisher alle darauf ausgelegt gewesen, Zahlungen in großen Blöcken zu verarbeiten und hin und her zu schicken. Mit SEPA Inst müssen Wege geschaffen werden einzelne Zahlungen durch so ein System zu schleusen und das in Echtzeit. Das Thema ist deutlich komplexer als man das in der Aussenwirkung nachher vermuten mag.

Neben der aktiven und der passiven Unterstützung von SEPA Inst, bei der es "nur" darum geht eine Überweisung schneller von A nach B zu bringen, gehört auch noch der direkte Rückkanal dazu, mit dem geklärt werden soll, ob die SEPA Inst Zahlung angebracht werden konnte.

Derzeit schreien alle nach SEPA Inst und glauben, das muss man einfach haben. Aber um die Vorteile von SEPA Inst auch nutzen zu können, muss man auch die eigenen Prozesse ändern. Sowohl privat, wie auch beruflich.
Was nutzt mir SEPA Inst beim Onlineshopping, wenn der Verkäufer am Sonntag um 19 Uhr meine Ware nicht noch auf den Weg bringen kann.
Die Zukunft geört vermutlich der Echtzeitüberweisung, bis es soweit ist, werden aber noch viele aus der Praxis ernütert aufwachen...

Zur Unterstützung allgemein.
Das SEPA Format, mit dem man über Standardkanäle (FinTS, EBICS) SEPA Inst Zahlungen aufliefern kann, ist noch gar nicht spezifiziert. Ein Entwurf soll im Frühjahr 2019 veröffentlicht werden, welcher dann im November 2019 gültig wird. Bis dahin sind alle Lösungen für die Auflieferung properitär.

Zu den Kosten:
Ob und was eine SEPA Inst Zahlung kostet, ist von der eigenen Bank abhängig. Das reicht heute schon von "ganz ganz viel" bis "gar nichts".

Zu den VR-Banken:
Passiv im November 2018 und aktiv über diverser Kanäle ab Frühjahr 2019.

Ab Ende 2019 dürften die meisten Banken in Deutschland aktiv und passiv SEPA inst unterstützen (meine Vermutung).

Viele Grüße

Holger
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 01.10.2018 - 11:16 Uhr  ·  #13
Hallo Holger, dass da "im Hintergrund" sehr sehr viel mehr zu entwickeln und zu verändern ist, als das, was der Kunde am Frontend sieht, ist sowieso klar. NUR: Wenn Zahlungen im Hintergrund eingegangen sind, sollte (muss) der Kunde das auch in seinem Frontend sehen können. Und das ist nun mal bei Banken, die nur eine Nachtverarbeitung machen erheblich umständlicher, als bei solchen, die den Tag über ständig neue Buchungen anzeigen. Und: Wenn es eine Bank bis heute nicht "geschafft" hat, die Buchungen, die in der normalen Abwicklung untertags eingehen dem Kunden aktuell zugänglich zu machen, dann zeigt das, dass sie einiges verschlafen hat (siehe Äußerungen des Vorstandes der DeuBa zu der hauseigenen IT). Dort ist eben nicht NUR das Kundenfrontend hoffnungslos veraltet, sondern auch das, was dahinter steht. Und das wird bei den anderen großen privaten auch nicht anders sein. Auf's Frontend trifft es jedenfalls zu.

Und was die Notwendigkeit betrifft: Ich bin in solchen Dingen immer recht konservativ. Ich bin derzeit der Überzeugung, dass diese Echtzeitüberweisungen zu den Dingen zählen, die man nicht braucht. Jedenfalls nicht so, wie es derzeit gemacht wird - nämlich als zweite Extrawurst zusätzlich zum bestehenden Zahlungsverkehr - womöglich noch mit Apothekenpreisen extra. Dass diese Art der Batchverarbeitung in der heutigen Onlinezeit nicht mehr zeitgemäß ist, das ist klar. Wenn man jetzt also eine Entwicklung gestartet hätte, die perspektivisch die Echtzeitüberweisung zum Normalfall gemacht hätte (also eine Ertüchtigung des kompletten Zahlungsverkehrs auf die Hohe der Zeit), dann hätte ich das als gut und sinnvoll erachtet. Dass man aber eine Sonderlocke draus macht, mit der man (teilweise) versucht, neue Gebühren zu etablieren, halte ich für unsinnig. Dafür ist der Nutzen in meinen Augen einfach zu klein, den der Kunde davon hat. In vielen Fällen ist die Zeit zwischen Zahlungsabsendung und Gutschrift auf dem Empfängerkonto !!bei moderner IT!! eh schon so schnell, dass das zumindestens heutzutage absolut ausreicht, für 98% aller Fälle (Beispiel Zahlungen zwischen Sparkassen und Geno und umgekehrt).
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 01.10.2018 - 11:46 Uhr  ·  #14
Zitat geschrieben von msa

Hoi. DeuBa schafft es nicht, untertags Umsätze dem Kunden zu zeigen (via Web und HBCI) aber macht Echtzeitüberweisungen? Kriegt der Kunde dann bei Eingang eine Brieftaube gesendet? LOL

Aber bei der HVB isses ja genauso. Umsätze grundsätzlich erst am nächsten Morgen so ab halbsechs sichtbar, aber Echtzeitüberweisungen anbieten.


Aber wenigstens der über HKSAL gelieferte Saldo berücksichtigt schon den Echtzeit-Zahlungseingang.
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 01.10.2018 - 14:01 Uhr  ·  #15
Zitat geschrieben von msa

Wenn Zahlungen im Hintergrund eingegangen sind, sollte (muss) der Kunde das auch in seinem Frontend sehen können. Und das ist nun mal bei Banken, die nur eine Nachtverarbeitung machen erheblich umständlicher, als bei solchen, die den Tag über ständig neue Buchungen anzeigen. Und: Wenn es eine Bank bis heute nicht "geschafft" hat, die Buchungen, die in der normalen Abwicklung untertags eingehen dem Kunden aktuell zugänglich zu machen, dann zeigt das, dass sie einiges verschlafen hat (siehe Äußerungen des Vorstandes der DeuBa zu der hauseigenen IT).

Das es in der heutigen Zeit für die meisten Kunden sinnvoll und wünschenswert ist, dass man eingehende (aber auch die eigenen ausgehenden ) Zahlungen in Realtime sehen kann, sehe ich genau so. Aber auch das sagt nichts darüber aus, ob die IT modern oder nicht modern aufgestellt ist und hat eben auch zunächst absolut gar nichts mit SEPA Instant zu tun.
In der Regel liegt das schlicht an der ursprünglich Ausrichtung der IT. Gerade die Großbanken haben ihre gesamte IT nur auf den Massenzahlungsverkehr von großen Kunden ausgerichtet. Und hier passiert das Meiste auf Basis des letzten Buchungstages manchmal kombiniert mit untertägigen Buchungen zu bestimmten Uhrzeiten. An dieser so ausgerichteten IT hat man die Privatkunden (kleinere Firmenkunden, Gewerbetreibende usw. zähle ich bzgl. der Arbeitsabläufe dazu) daran angedockt. Das geht auch mit einer hochmodernen IT so, wenn man bestimmten Fokus setzt und keine Kosten für zusätzliche Systeme haben möchte.
Wenn dann noch veraltete IT hinzukommt, dann ist es in der Tat wie bei der Telekom und ihren veralteten Kupfernetzen oder der Bahn mit ihrem veralteten Schienennetz und den veralteten Stellwerken. Was nutzt mir Glasfaser bis in den Verteiler, wenn die Kupferleitung bis zum Endabnehmer nicht mehr hergibt, oder was nutzt mir der ICE 4, wenn das Schienennetz nur 120 Km/h hergibt.

Das unter solchen Rahmenbedingungen (wenn man quasi nicht sehen kann, dass die Zahlung eigegangen ist) der Nutzwert SEPA Instant fragwürdig ist, Haken dran. Aber
1. auch hier gibt es andere Wege um an diese Info zu kommen und
2. wir befinden uns gerade in einer Einführungs- und Übergangsphase in der noch Vieles fachlich und technisch offen ist.
Zitat geschrieben von msa

Und was die Notwendigkeit betrifft: Ich bin in solchen Dingen immer recht konservativ. Ich bin derzeit der Überzeugung, dass diese Echtzeitüberweisungen zu den Dingen zählen, die man nicht braucht.

Ich bin da von Pragmatismus geprägt und daher eher in der Mitte des Meinungsspektrums angesiedelt. Die, die das Thema so hypen, werden in den kommenden Monaten sicherlich auf den Boden der Realität fallen. Es gibt heut schon durchaus echte Anwendungsfälle, die mit den Möglichkeiten was anfangen können. Die werden das sicherlich auch nutzen und davon ausgehend, wird sich das glaube ich in den kommenden Jahren auch als Standard durchsetzen.

Zitat geschrieben von msa

Jedenfalls nicht so, wie es derzeit gemacht wird - nämlich als zweite Extrawurst zusätzlich zum bestehenden Zahlungsverkehr –

In einer Übergangszeit kann es nur als zweite Extrawurst zusätzlich zum bestehenden Zahlungsverkehr funktionieren. Alles andere ist eine Illusion. Wenn das Thema nicht so gehypt werden würde, könnte man es sicherlich deutlich gelassener einführen, ohne dass der Anwender merkt, dass es plötzlich eine SEPA Inst ist. Hat man ja unter SEPA mit den Laufzeiten auch so gemacht.
Zitat geschrieben von msa

womöglich noch mit Apothekenpreisen extra. Dass diese Art der Batchverarbeitung in der heutigen Onlinezeit nicht mehr zeitgemäß ist, das ist klar.

Die Bepreisung hat auch erstmal nichts direkt mit dem Sinn oder Unsinn von SEPA Inst zu tun. Sondern schlicht mit einer kaufmännischen Einschätzung. Eine neue Infrastruktur kostet Geld und über irgendeinen Weg muss das refinanziert werden. Und wenn die, die da echte Mehrwerte von haben am Anfang auch beriet sind, für diese echten Mehrwerte ein „Mehr“ zu bezahlen, dann ist das normales Gebaren. Der neuste Fernseher, oder das neuste Handy kostet bei der Einführung auch deutlich mehr als später. Was dieses „Mehr“ wert ist, wird der Markt regeln.
Die Batchverarbeitung grundsätzlich ist spätestens im Clearing immer noch zeitgemäß, wenn man hoch effiziente und kostengünstige Verarbeitung von Massenzahlungen haben möchte. Die Frage ist immer wo man den Fokus drauf hat.
Zitat geschrieben von msa

Wenn man jetzt also eine Entwicklung gestartet hätte, die perspektivisch die Echtzeitüberweisung zum Normalfall gemacht hätte (also eine Ertüchtigung des kompletten Zahlungsverkehrs auf die Hohe der Zeit), dann hätte ich das als gut und sinnvoll erachtet.

Genau das passiert gerade mit SEPA Inst. Du darfst nicht von der Wahrnehmung am Frontend einzelner Banken auf das Ganze schließen. Was da gerade passiert, ist, dass die ganze Infrastruktur aller Beteiligten Schritt für Schritt in eine völlig neue Richtung gebracht wird. Nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch, rechtlich und auch bzgl. der Verrechnung der Banken untereinander und das in ganz Europa.
Zitat geschrieben von msa

Dass man aber eine Sonderlocke draus macht, mit der man (teilweise) versucht, neue Gebühren zu etablieren, halte ich für unsinnig. Dafür ist der Nutzen in meinen Augen einfach zu klein, den der Kunde davon hat.

Wie geschrieben, in der Anfangszeit ist es eine Sonderlocke mit einem echten Mehrwert für Einige. Die bezahlen dann auch ohne Probleme für einen Mehrwert. Wie hoch dieser Mehrwert bepreist werden darf, damit es ein Mehrwert bleibt, hängt von ganz vielen individuellen Faktoren ab. Wie geschrieben, der Markt wird es regeln. Wenn niemand SEPA Inst nutzen will, weil es zu teuer ist, wird man nach justieren.
„Problematisch“ ist die Bepreisung im Privatkundenumfeld, wenn man z.B. Person2Person Zahlungen als eine der Killerapplikationen für SEPA Inst sieht. Wenn ich für kleinere Beträge zu hohe Entgelte bezahlen muss, dient das sicherlich nicht der Verbreitung dieser Service.
Zitat geschrieben von msa

In vielen Fällen ist die Zeit zwischen Zahlungsabsendung und Gutschrift auf dem Empfängerkonto !!bei moderner IT!! eh schon so schnell, dass das zumindestens heutzutage absolut ausreicht, für 98% aller Fälle (Beispiel Zahlungen zwischen Sparkassen und Geno und umgekehrt).

Auch das hat mit moderner IT nicht zwingend was zu tun, sondern eher etwas mit bilateral vereinbarten direkten Wegen im Clearing. Wie schon gesagt, was man am Frontend wahrnimmt, muss keinen direkten Rückschluss darauf erlauben, ob eine IT modern oder nicht modern ist.
Ein Kollege aus einem Rechenzentrum einer Bankengruppe hat mal auf die Einführungd er eiligen Zahlung bei einer anderen Bankengruppe gesagt: brauchen wir nicht. Bei uns sind alle Zahlungen eilig. Die haben auch alles direkt verarbeitet, obwohl deren Kernbanksystem IT technisch nicht modern war. Aber damals bereits trotzdem hoch effizient.

Daher bei der Einführung von SEPA Inst mehr Gelassenheit walten lassen. Wenn es einem zu teuer ist, liegen lassen bis es für einen passt. Die die heute schon einen Nutzwert haben, werden das dann schon machen.

Viele Grüße
Holger
msa
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 01.10.2018 - 16:34 Uhr  ·  #16
Kurze Anmerkungen:

Im Prinzip stimme ich da absolut zu.

Für die, die einen echten Mehrwert haben, mag es was tolles sein, keine Frage. Die bezahlen auch dafür. Nur - ich meine eben, dass der Anteil derer so gering ist, dass es sich nicht lohnen wird, dafür extra Positionen in den Preisaushängen generiert zu haben. Ich sehe die "gehypte Sonderlocke" in dem Umfeld wie Geldkarte (die ICH gerne verwende, aber sonst niemand in meinem gesamten Bekanntenkreis), giropay (habe ICH auch schon erfolgreich verwendet), paydirekt, kwitt und so weiter. Eben Dinge, die man groß eingeführt hat, kräftig gepusht hat, viel Geld reingesteckt hat und PUFF - nix geworden. Mehr Gelassenheit und wachsen lassen dessen, was früher oder später eh kommt (auf dem Standardweg), würde ich auch sinnvoller finden.

Und was die Modernität der IT betrifft: Ich sehe das rein aus der Sicht des Kunden - was er alles damit anfangen kann, wie schnell es geht, wie bequem es geht, wie zuverlässig es funktioniert usw. Denn dies ist in meinen Augen die einzig sinnvolle Sicht - die IT ist zu allererst zur Abdeckung der Bedürfnisse des Kunden da - bzw. SOLLTE es sein. Wie sie dahinter aufgestellt ist - wie moderne Server, wie große Speicherkapazität, wie dicke Beton-Wände das RZ hat, welches OS verwendet wird und in welche Programmiersprachen die Anwendungen entwickelt sind interessiert mich in dem Zusammenhang eigentich überhaupt nicht. Das ist eine Sache des Anbieters, also der Bank. Auch ob die das selbst macht oder outsourced (wenn's nicht gerade nach USA ist) ist erst mal egal - solang die Leistung und die Zuverlässigkeit aus Kundensicht paßt. Dass die Leistung mit einem veralteten Maschinenpark schwerer zu erbringen ist als mit Equipment auf der Höhe der Zeit ist schon klar, aber das ist die betriebswirtschaftliche Entscheidung des Anbieters. Wenn er das schafft, mit Maschinen und Anwendungen aus den 70ern weiterhin den Kunden zufriedenzustellen - wunderbar. Das erhöht seinen Gewinn, wenn er nicht in Neues investieren muss. Wenn er es aber hinten und vorne nicht mehr schafft, dann hat er ein Problem und die Entscheidung, nicht zu investieren, war in der Vergangenheit wohl schlecht. Dann muss er aber auch mit den Folgen leben. Solange nicht zu viel Kunden bei Problemen und Minderleistungen weglaufen war die Entscheidung immer noch richtig. Aber wenn es dann so geht wie derzeit bei Sparda, dass einzelne Mitglieder des Verbundes dem Verbundeigenen Rechenzentrum davonlaufen und sich anderweitig eindecken, dann waren die Entscheidungen - von der Technikseite oder von der Kostenseite fragwürdig.
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 02.10.2018 - 09:28 Uhr  ·  #17
Zitat geschrieben von msa

Aber wenn es dann so geht wie derzeit bei Sparda, dass einzelne Mitglieder des Verbundes dem Verbundeigenen Rechenzentrum davonlaufen und sich anderweitig eindecken, dann waren die Entscheidungen - von der Technikseite oder von der Kostenseite fragwürdig.


Einzelne? Siehe https://www.it-finanzmagazin.d…-it-78403/
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 02.10.2018 - 10:36 Uhr  ·  #18
brrr, sorry Holger aber wenn ich deine Ausführungen lese, dann kommt mir mein Kaffee hoch.
Die Banken haben Jahrelang (und auch noch heute trotz der ganzen Ankündigungen) sehr gut verdient, insbesondere auch die Mitarbeiter/Vorstände, nicht umsonst werden die Banken ja auch als Gelddruckmaschinen angesehen, die von den Kunden immer gut gefüttert wurden.

Vielmehr ist das Gesamtsystem nicht mit der Zeit gegangen, dh. wenn jedes "Kaff" eine eigene VR hat, mit eigenem Vorstand dann ist die aktuelle (zaghafte) Fusion nur einer Branchenblindheit zuzurechnen. Die Mitarbeiter (insbesondere die leitende) wollen einfach Ihre Posten und Gehälter behalten.
Diese Inkompetenz wird auf Produktebene weitergesetzt, denn wenn ein RZ div. Funktionen frei gibt/anbietet, wird individuell auf "ortsebene" entschieden ob man es frei schaltet für die Kundschaft und um Gottes willen doch nicht kostenlos.

Aber dass ich nicht zu weit aushole, zu Instant Pay. zuerst muss das System ja angeboten werden, dass die Entwickler/Software-Anbieter es umsetzen können und sodann die Firmen/Endkunden. Es ist doch absolut idiotisch und garnicht machbar, wenn die Prozesse vom Endkunden geschaffen werden, aber die Bank nicht liefern kann.
Das Ausland bekommt es hin, nur die deutschen Banken sind mal wieder in der Entwicklungs-/beta-/Testphase usw. Die Ausländer jammern nicht und versuchen nicht ständige Argumente zu finden, weil es sich verzögert.

Die dringlichen Zahlungen gibt es sehr wohl, bei Konzernen ist es Standard, dass größere Zahlungen per Blitzgiro/Eilüberweisung usw. versand werden, wo die Banken sehr gutes Geld verdienen und genau das ist der Punkt, warum auch keine Eile ist. Auf Endkundenebene werden 5-15 Euro für diese Transaktion verlangt, was Konzern über den Rahmenvertrag nicht bezahlen, aber 100% Rabatt wird hier nicht gewährt.

Also bitte mal aus der Blase raus kommen - willkommen in der normalen/täglichen Welt.

Wie in der Politik, sollten die Banken statt mich sich selbst zu beschäftigen, sich mal um die Kunden kümmern.
(Randbemerkung: Gerade letzte Woche hatte ich im Bekanntenkreis einen Fall, Hauskauf - ca. 200.000 Euro Wert, Versicherung Wert 1914 wurde mit 6.700 (Faustformel ca. 13,6 fache = Euro) angesetzt, Versicherung und Finanzierung bei der gleichen Bank, nach meinem Hinweis streiten sich nun die Abteilung zum einen wer die Provision/Betreuung bekommt, eine Entschuldigung steht aus, auch der Schuldige - für mitlesende Forenuser: eindeutige Unterversicherung, wenn Haus abgebrannt wäre, Privatinsolvenz vorhersehbar, weil die Bank auf die Rest-Forderung nicht verzichten würde)
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 02.10.2018 - 11:25 Uhr  ·  #19
Zitat geschrieben von infoman

brrr, sorry Holger aber wenn ich deine Ausführungen lese, dann kommt mir mein Kaffee hoch.
Die Banken haben Jahrelang (und auch noch heute trotz der ganzen Ankündigungen) sehr gut verdient, insbesondere auch die Mitarbeiter/Vorstände, nicht umsonst werden die Banken ja auch als Gelddruckmaschinen angesehen, die von den Kunden immer gut gefüttert wurden.

Wir können gerne eine Grundsatzdiskussion führen ob wer was wann zu recht oder zu unrecht verdient oder verdient hat und werden trotzdem keine Bewertung schaffen, die die Realität treffen wird.
Dein Bild von (den bösen) Banken, Mitarbeitern und dem drei Säulensystem in Deutschland, bedient schon ziemlich viele oberflächliche Klischees, die alle sicherlich einen wahren Kern haben, aber ansonsten mit der Realität in der Breite nichts zu tun haben (Du wirst immer und irgendwo Beispiele finden, die deine Aussagen bestätigen, aber damit kann man nicht automatisch auf das Ganze schließen).

Ich habe auch nicht die Behautung aufgestellt, dass Banken in der IT (nicht nur dort) nicht gravierende Versäumnisse hatten und haben. Ich habe "nur" aufgezeigt, dass man mit einem Blick auf die Fassade nicht automatisch auf den kern schliessen kann.

Ich habe auch nicht gesagt, dass die Kunden ihre Prozesse anpassen müssen, damit die Banken was anbieten sollen/können/müssen, sondern dass wenn jemand die Mehrwerte, die eine SEPA Inst Zahlung bietet, die eigenen Prozesse angepasst werden müssen, damit man daraus auch einen Mehrwert generieren kann. Mache ich das nicht, ist es nur "nett", dass das Geld statt im Laufe des Tages schon nach wenigen Sekunden da ist.

Das gilt auch für dein Beispiel mit der dringlichen Zahlung. Eine dringliche Zahlung ist etwas Anderes als eine SEPA Inst Zahlung. Das für Unternehmen dringliche Zahlungen ein wichtiges Instrument sind, steht ganz ausser Frage. Aber für die meisten der Unternehmen reicht für deren Proizesse eben die dringliche Zahlung. Eine SEPA Inst bringt denen keinen prozessualen Mehrwert (heute!).
Um auch das deutlich zu sagen: Natürlich gibt es Geschäftsprozesse, die mit SEPA Inst deutlich gewinnen würden. Auch gibt es genügend Ideen für Dienstleistungen, die mit SEPA Inst erst funktionieren können. Aber dafür brauche ich keine Hype, dafür reicht es mit etwas Sinn für die Realität an das Thema zu gehen.

Instant Payment und andere Länder, auch die Aussage ist so nicht richtig. Natürlich gibt es in ganz Europa (inklusive Deutschland) Echtzeitüberweisungen. Aber alles in geschlossenen Bankengruppen/Rechenzentren/ oder bilateralen "Grüppchen". SEPA Inst ist etwas völlig anderes. Hier wird ein europaweites System hochgezogen, mit dem jede Bank, egal wo in Europa InstantPayment zu jeder anderen Bank in Europa anbieten kann. Dazu müssen Systeme in allen Ländern angepasst und harmonisiert werden. Das ist "leicht" komplexer als Echtzeitüberweisungen in einem einzigen geschlossenen System.
Keine Sorge, ich lebe da in keiner Blase. Da ich selber komplett branchenfremd bin und ursprünglich aus der Stahlindustrie komme, kenne ich durchaus immer noch beide Seiten und fasse mir durchaus oft genug an den Kopf, wenn mir Banken die -vermeintlichen- Bedürfnisse von Kunden und Firmenkunden erklären wollen, genau wie ich mir an den Kopf lange, wenn ich wieder Storys darüber höre, was die Banken alles falsch machen und wozu sie alles zu blöd sind.

Viele Grüße

Holger
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Re: Commerzbank am Echtzeitüberweisungs Verfahren teilnimmt?

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Gepostet: 02.10.2018 - 12:13 Uhr  ·  #20
Zitat geschrieben von subsembly
Interessant. Bisher hatte ich immer gelesen, dass nur Sparda Berlin und Sparda West wechseln und der Rest an bei Sparda-DV festhält, welche für 7 Jahre von T-Systems übernommen und betrieben wird. Incl. Übergang des gesamten Personals an T-Systems...
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