S-Firm oder Alternativen

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S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 04.10.2018 - 02:01 Uhr  ·  #1
Hallo,

eine von mir EDV-mäßig betreute Hausverwaltung möchte gerne von Starmoney Business weg.
Hauptsächlich wegen der wirren Bedienung, der langen Wartezeit beim Entschlüsseln der Datenbankdatei beim Programmaufruf und wegen gelegentlicher Abstürze/Hänger beim gleichzeitigen Nutzen der Datenbank von mehreren Plätzen.

Nun wurde ihnen S-Firm von irgendjemandem empfohlen. Ich sollte das doch testweise schnell mal installieren.

Nun sehe ich aber, dass das Programm einen MS SQL-Server nutzt.
Und einen solchen nutzt auch schon die Hausverwaltungssoftware auf dem Server - ebenfalls in einer kostenlosen Version.
Das sollte man wohl irgendwie abstimmen, oder?

Was mir beim Lesen der Anforderungen / Empfehlungen auffiel, waren auch ziemlich hohe Anforderungen, die zwecks Performance genannt werden:
8 GByte RAM, Gigabit Netzwerk (bei einer Software, die SQL-Kommandos sendet, statt direkt auf Dateien zuzugreifen?).

Nun haben wir sowieso Gigabit Netzwerk, und die Clients haben zum Teil auch 8 GByte RAM, das ist nicht das Thema.

Ich fürchte nur, dass der Geschwindigkeitsschub durch S-Firm bei Nennung dieser Voraussetzungen gegenüber Starmoney Business eventuell doch nicht so drastisch ausfallen würde, wie das erhofft wird... (?)

Was gibt es denn sonst noch so an gut zu bedienender, flotter Banking Software? Vielleicht ohne Microsoft SQL-Server? Und ohne Sybase ADS-Server? Den benutzt nämlich noch eine andere eingesetzte Software, und dieser ist besonders zickig im Miteinander mit anderen Programmen...

Ich hätte ja gerne Banking4 empfohlen, das ich privat als sehr aufgeräumt, innovativ und schnell empfinde. Aber das ist wohl leider nicht in einer Servervariante erhältlich... (?) Und wenn der Datentresor zentral auf dem Server liegt, was man ja einrichten könnte, kann wohl nur 1 Person gleichzeitig arbeiten - und wie es mit der Geschwindigkeit über Netzwerk aussieht, ist dann ja auch noch eine Frage... Es sei denn, der Tresor wäre für den Zugriff durch andere gesperrt und wird dann lokal auf dem Client-PC genutzt...

Die Anforderungen sind:
- Ca. 150 Konten bei diversen deutschen Banken, viele Volksbanken, aber auch Deutsche Bank und Commerzbank.
- Lasteinzugsverfahren
- EBICs für einige Banken
- ca. 30 selbst veranlasste Buchungen pro Tag (von mir geschätzt, kann auch mehr oder weniger sein)
- Täglicher Kontenabruf bei ca. einem Drittel der Konten (Wäre schön, wenn man das wie in Starmoney per Häkchen steuern könnte, es sei denn, der Abruf geht so schnell (parallel), dass man einfach immer alle Konten abfragt.
- Maximal 3 Leute arbeiten gleichzeitig in der Datenbank ("Bereitstellen von Aufträgen"). Meist wahrscheinlich sogar nur 1 Person - wobei aber nicht auszuschließen ist, dass andere das Programm geöffnet haben. Clients sind aber mehr erforderlich. (5-7)
- Übertragen wird dann aber zentral von einer Person.

Irgendwelche Tipps, womit man tatsächlich eine Verbesserung gegenüber Starmoney, das ja soweit funktioniert, erreichen würde?

Ich freue mich über jede Idee und Nachricht.
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 04.10.2018 - 05:51 Uhr  ·  #2
S-Firm ist evtl. oversized - nicht umsonst gibt es Seminare: https://www.sfirm.de/seminare.html
also mal "schnell, schnell" wird das nicht gehen

Zitat geschrieben von ksinbln
Hauptsächlich wegen der wirren Bedienung, der langen Wartezeit beim Entschlüsseln der Datenbankdatei beim Programmaufruf und wegen gelegentlicher Abstürze/Hänger beim gleichzeitigen Nutzen der Datenbank von mehreren Plätzen.

Anstatt einem Wechsel, evtl. sollten hier Optimierungsmaßnahmen vorgenommen werden. (soweit möglich)
ua. evtl. auch Rücksprache mit Starmoney (Starfinanz)

bspw. welches Betriebssystem/Build vorhanden? (Windowsbefehl: winver)
wird eine AV-Software von einem Drittanbieter verwendet? (inkl. Acronis bundle)
SSD vorhanden?
welche Hausverwaltungssoftware und Buchhaltungssoftware wird verwendet?

wie sind die Archivierungseinstellungen von SM, werden die Daten zu lange vorgehalten?

Evtl. ist auch eine Änderung/Verbesserung des Workflows möglich? sprich Bearbeitung/Aufträge über SMB, regelmäßiger Kontoabruf über HV-/Buchhaltungssoftware - oder automatischer SMB-Kontenabruf
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 05.10.2018 - 17:02 Uhr  ·  #3
Zitat

S-Firm ist evtl. oversized - nicht umsonst gibt es Seminare: https://www.sfirm.de/seminare.html
also mal "schnell, schnell" wird das nicht gehen


Genau das ist auch meine Befürchtung... Ich würde lieber einen Absturz pro Woche (häufiger ist das wohl nicht) hinnehmen. Das Problem ist aber wohl, dass hinterher niemand weiß, was nun schon übertragen wurde und was nicht..

Zitat
Anstatt einem Wechsel, evtl. sollten hier Optimierungsmaßnahmen vorgenommen werden. (soweit möglich)


In Bezug auf Optimierungen technischer Art sehe ich nicht viel Spielraum. Die Datenbankdatei von Starmoney Business liegt auf einem Windows Server 2008R2 auf einer nur für Daten genutzten SSD mit eigener Freigabe (eher wenig Zugriffe), ein potentiell störender Virenscanner auf dem Server ist nicht vorhanden, da reiner File- und Datenbankserver. Anbindung wie heute üblich per Gigabit Netzwerk. Und die Client PCs laufen unter Windows 7, Virenscanner (Antivir) sind vorhanden, aber der Freigabepfad zu Starmoney auf dem Server ist dort ausgeschlossen..

Windows, Office und alle anderen Programme werden monatlich auf den neuesten Stand gebracht, mit Kontrolle.

Arbeitsabläufe optimieren:
Da sehe ich auch nicht viel Potential. Morgens macht eine Mitarbeiterin den Kontenrundruf, und dann "stürzen" sich die zwei Buchhalter auf die Datenbestände, um sie nach und nach in die Haussoft ("GFAD") zu importieren und dort zu buchen.

Ich frage mich ohnehin, warum eine so teure Software wie GFAD Haussoft nicht einfach eine eigene Schnittstellle zu den Bankabfragen und Überweisungs-Übermittlungen mitbringt...

Gibt es denn nicht irgendeine einfache, aufgeräumte Software, durch die man das Starmoney ersetzen könnte und die trotzdem nicht bei 200 Konten an ihr Limit kommt - und eine Zugriffsrechteverwaltung besitzt - das ist leider auch noch wichtig.. ?
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 05.10.2018 - 18:45 Uhr  ·  #4
Bei den Versionen SM V11 bzw. SMB8 wurde der Softwareschutz nochmals erhöht (Promon SHIELD) - vereinfacht "virtuelle Umgebung".
Wenn die nicht korrekt konfigurierte Antivirensoftware "rein grätscht", dann kommt der Konflikt, was durch Absturz bzw. Verzögerung quittiert wird.
Dh es geht hier nicht alleine nur um den Zugriff auf die Datenbank, sondern auch der SM-Ordner auf dem Client.
(TEST: AV entfernen mit removal Tool)

wäre Windows 10 als Client möglich? In PC-Zeitschriften die sich auf div. Labore stützen ist zwischenzeitlich keine separate AV mehr notwendig.
bspw. Windows Defender: 6 von 6 Schutzwirkung - 5,5 von 6 Geschwindigkeit - 6 von 6 Benutzbarkeit - https://www.av-test.org/de/antivirus/privat-windows/
https://www.drwindows.de/news/…weit-vorne

Die Client verfügen auch über eine SSD

die HausSoft Basis-Software beinhaltet doch einen „E-Banking“ Baustein (oder deute ich das falsch - kenne die Software nicht):
https://www.haussoft.de/index.php?id=sepa-zahlungsverkehr bzw. https://www.haussoft.de/index….toauszuege
https://www.haussoft.de/hausve…bausteine/
siehe auch Zahlungsverkehr: https://www.haussoft.de/warum-…vergleich/
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 08.10.2018 - 18:14 Uhr  ·  #5
Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten.

Ich will sie mal durchgehen:

Windows 10 sehe ich als Admin im professionellen Einsarz als die reine Pest: mit den nicht steuerbaren Updates und den halbjährlichen Zwangsupgrades, bei denen man jedes Mal zittern muss, ob danach die Treiber noch alle funktionieren oder gar Daten verloren gehen (siehe aktuelles Upgrade, das MS deshalb wieder zurückgezogen hat). Bis 2020 werde ich bei Win7 bleiben, und danach oder bei neuen PCs bis 2023 ein Win 8.1 mit Classic Shell nutzen. Jedenfalls so lange es nicht wieder ein stabiles Long-Term Windows gibt.

Windows Defender hatte ich auch schon probiert, aber zumindest früher war er doch recht leistungshungrig und somit bremsend. Den Artikel in der C't zum "neuen" Defender unter Win10 habe ich auch mit Interesse gelesen, aber die Frage ist, ob das auch für den Defender unter Win 8.1 und 7 gilt. Darüber lässt sich der Artikel nicht aus. Ebenso ist auch die Frage, ob die hohe Sicherheit nur gegeben ist, wenn man das Hochladen von Dateien erlaubt. Das ist in diesem Fall nicht möglich, weil hier auch noch eine Steuerberaterkanzlei teilweise auf den selben PCs mit dranhängt.

Interessant ist für mich der Hinweis auf die Software-Protection, die ich an den Clients mal in Windows abschalten könnte, und dass ich auch das lokale Starmoney Verzeichnis am Client aus dem Virenscanner ausschließen könnte. Auf die beiden Ideen war ich nochbgar nicht gekommen..

Und der peinliche Oberhammer wäre ja, wenn GFAD tatsächlich ein eigenes Banking Modul hätte!

Aufgrund der Tatsache, dass die Mitarbeiter mir sagten, GFAD würde ihnen Starmoney oder S-Firm empfehlen, kam ich gar nicht erst auf die Idee, dort danach zu suchen...

Danke.
msa
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 08.10.2018 - 18:32 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von ksinbln
Und der peinliche Oberhammer wäre ja, wenn GFAD tatsächlich ein eigenes Banking Modul hätte!
Nachdem auf deren Website die klare Aussage zu finden ist, dass man Umsätze als CAMT oder alternativ MT940-Dateien importiert und Zahlungen wahlweise als EBICS- oder FinTS-XML-Dateien ausgibt, ist es klar, dass das Programm KEIN eigenes Banking-Modul hat. So wie eigentlich 99% aller Hausverwaltungssoftware (ich komme auch aus dem Bereich Hausverwaltung).
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 08.10.2018 - 18:42 Uhr  ·  #7
OK, es gibt von GFAD kein eigenes Banking Modul.

Beide verlinkten Module lesen nur exportierte Daten aus dem Banking Programm ein bzw. stellen sie für den Import bereit. Das wird so im Moment auch genutzt...

Bei Subsembly habe ich zur aktuellen Betaversion von BankingZV gelesen, dass hier Kommandozeilenparameter unterstützt werden.

Das könnte dieses moderne, schnelle Programm ja wieder interessant machen, wenn man hier per Batchdatei die Im- und Exporte automatisieren könnte.

Es gibt dort zwar keine Benutzerverwaltung, dafür kann man aber beliebig viele mit verschiedenen Passworten versehene Datenbanken ankegen.. (was bei SFirn dann schon einmal erst ab der 3000 Euro Version möglich ist...)

Aber ich befürchte, es gibt noch ander K.O. Kriterien gegen das Subsemby Produkt.

Das S-Firm habe ich als Netzwerk-Demo nun installiert, es geht eigentlich recht simpel und einfach. Das Datenverzeuchnis vin S-Firm hat mich schwer an Starmoney erinnert... ;)

BankingZV habe ich auch mal mit zentralen "Tresoren" im Netz installiert, und ich war wieder begeistert. Die komplette Installationsdatei ist nur 3 MB (!!!!) groß, und es wird nichts nachgeladen! Und Kartenleser wurden vollautomatisch erkannt und waren direkt betriebsbereit. Und die Geschwindigkeit und Einfachheit...

Jetzt darf es nur nicht ZU einfach sein..
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 08.10.2018 - 18:56 Uhr  ·  #8
Ja, dass das Modul fehlt, habe ich nun auch gesehen Insofern dann auch die Empfehlungen von GFAD zu SMB oder S-Firm.

Allerdings hatte das recht einfach gestrickte, (verhältnismäßig) preiswerte Vorgängerprogramm ("Villa") in dem Hausverwaltungsbüro sxhon vor Jahren optional eine eigene Banking Schnittstelle mit an Bord.

Es ist ja eigentlich auch kein Hexenwerk, wenn sich ein Hausverwaltungssoftwarehersteller eine Banking-API irgendwo dazukauft und in sein Programm integriert. Um das arbeitsintensive und komplexe Programmieren dieses Programmteils muss er sich so ja gar nicht kümmern.

Das würde im Alltag den Benutzern soooo viel Zeit sparen, die so für diese unsäglichen Im- und Exportvorgänge Tag für Tag verplempert wird...
msa
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Re: S-Firm oder Alternativen

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Gepostet: 08.10.2018 - 19:37 Uhr  ·  #9
Ja, und dafür wäre der Hersteller von Banking4, die Fa. Subsembly, prädestiniert. Die bieten ja genau solche APIs zur Integration in andere Produkte an... Aber da müßte der HV-Softwarehersteller investieren, das einzubauen, und das tun die eben nicht. Ein Grund mag auch sein, dass sie sich vor der eventuell anfallenden Haftung drücken wollen.

Rein zum Abholen von Umsätzen und Senden von Zahlungsdateien wäre BankingZV durchaus wunderbar geeignet. Jeder Benutzer hat seinen eigenen Tresor in dem SEINE Bank-Benutzerdaten angelegt sind und damit kann er Umsätze abholen und exportieren (zum Import in die HV-Software) und Zahlungsdateien der HV-Software importieren und an die Bank übertragen. Das Programm wird also nur als Vehikel benutzt - eine Benutzerverwaltung und Netzwerkfähigkeit braucht man dafür ja nicht wirklich. Die (teils von mehreren Arbeitsplätzen parrallel erfolgende) Erfassung und Verarbeitung findet ja im HV-Programm statt.

Dies ist auch über die Parameter der Kommandozeile steuerbar. Das Abholen und Exportieren/Bereitstellen von Umsätzen läßt sich so voll automatisieren. Das Importieren der bereitgestellten Zahlungsdateien läßt sich auch automatisieren. Lediglich zum Versenden der Aufträge (mit el. Unterschrift in irgend einer Ausprägung - via HBCI oder sogar EBICS, wenn Gemeinschaftszeichnungen erforderlich sind) muß das Programm gestartet werden und der Versende/Unterschriftsdialog angestoßen werden. Ich setze das dafür durchaus sehr erfolgreich ein.

Die Größe und Einfachheit des Programmes ist auch das, was mich von Anfang an fasziniert hat. Fachlich ist alles was man braucht integriert - und an vielen Stellen mehr als in viel größeren Programmen. Und es läuft extrem stabil.

Ein weiterer Vorteil, den ich gerade im Hausverwaltungsbereich sehr schätze ist, dass man die Umsätze aller Konten gemeinsam in EINER Ansicht zeigen (und filtern und suchen) kann. Damit findet man dann auch problemlos Umsätze, die man vielleicht mal aus Versehen von einem falschen Konto überwiesen hat, oder man kann sich gefiltert alle Umsätze mit einem Handwerker über sämtliche Verwaltungskonten anzeigen lassen...
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