Echtzeitzahlung am POS

 
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Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 15.02.2020 - 14:23 Uhr  ·  #1
Die Bankenbranche rennt ja bekanntlich dem Markt hinterher.

Auf Rückfrage nach Echtzeitüberweisungen am POS bekommt man ein "was wollen Sie?".
(unklar bleibt ob der Mitarbeiter nicht weiß was "Echtzeitüberweisung" oder "POS" sein soll oder eben wie das umgesetzt werden soll)

ein Zahlungsdienstleister (clover) hat nun eine Idee dies umzusetzen:
Zitat
„Scannen zum Bezahlen“ lautet die neueste Idee der Dienstleister.
So funktioniert's
Kunden erhalten einen herkömmlichen Kassenbon, auf dem zusätzlich ein QR-Code aufgedruckt ist. Dieser lässt sich mit dem iPhone scannen und führt auf eine Zahlungsseite. Dort kann man dann sogar ein Trinkgeld hinzufügen, bevor man schließlich mit Apple Pay bezahlt. Dies spart Zeit für den Kunden und einen weiteren Gang für den Kellner, um etwa einen weiteren Beleg für die Kartenzahlung auszudrucken. weiter


https://www.clover.com/help/ta…2eYAm6Kuiw

denkbar wäre dies auch für Google Pay/Samsung Pay/Instant Payment o.ä.

siehe auch: https://blog.clover.com/better…the-check/
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Re: Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 18.02.2020 - 06:38 Uhr  ·  #2
Zitat geschrieben von infoman

Die Bankenbranche rennt ja bekanntlich dem Markt hinterher.

Interessante Sicht. Wie kann denn jemand dem Markt hinterher rennen, wenn der Markt ohne den Lösungen und der Infrastrukturtur der Banken gar nicht existieren würde?
Hier verwechselt immer einzelne, scheinbare innovative Insellösungen mit dem Markt.
Wenn eine Lösung von Flensburg bis Garmisch Partenkirchen oder sogar vom Nordkap bis zum Mittelmeer funktionieren soll, ist das ein anderer Ansatz, als wenn die eine Lösung in Teilen von Berlin funktioniert und Potsdam schon auf eine komplett andere Lösung setzt.

Viele Grüße
Holger
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Re: Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 18.02.2020 - 08:24 Uhr  ·  #3
und manche leben einfach in einer Blase, weil die Bank dem RZ gleichgestellt wird, was es bekanntlich nicht ist.
Eine Bank besteht ja hoffentlich mehr als nur aus der IT, wo jeder sich mehr oder weniger einmieten/kaufen kann.

Banken bauen Filialen ab, minimieren Geldautomaten usw.
werden selbst zu Direktbanken, da Callcenter oder "Telefon-Teams" zwischenzeitlich die Kundenbetreuung durchführen. (rot oder grün - egal)

Fremdbranchen entdecken den Markt, von "Geldautomaten-Ersatz" an der Einzelhandelskasse über günstige Kartenzahlungsgeräte (Sumup&Co.) bis zu schnelle und günstigen Zahlungstranfer ins Ausland.
Selbst beim Girocode will man verdienen, anstatt es in den Markt zu drücken und somit evtl. sowas wie oben zu unterbinden.
... oder Alternativen wie o.g. anbietet, denn im Prinzip ist es ja nur eine "Zahlungsbridge" wo sich statt ApplePay auch ein Girokonto, Giropay oder Mastercard/Visa bis GooglePay (evtl. als Auswahlmenü) befinden könnte.

Das o.g. ist doch nur ein kleiner Mosaik-Stein eines Marktes.
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Re: Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 24.02.2020 - 10:26 Uhr  ·  #4
Die Stadt Bielefeld (ja die gibt es wirklich) hat das Knöllchen bezahlen stark vereinfacht.

https://twitter.com/blicklog/status/1231177573247471616
bezahlt werden kann per Giropay, PayDirekt, Kreditkarte oder Paypal bzw. Überweisung.
(dh. lediglich GooglePay, ApplePay würde hier noch fehlen - kann jedoch bestimmt kurzfristig eingebunden werden)
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Re: Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 28.02.2020 - 13:45 Uhr  ·  #5
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Re: Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 21.04.2020 - 13:41 Uhr  ·  #6
www.qrpay24.com
Zitat
Was kostet QRPay24.com?
Der Einzelhändler hat die Option zwischen zwei Standard-Tarifen zu wählen oder im Rahmen von Projekten individuelle Vereinbarungen zu bekommen.
- Ohne Grundgebühr kostet die Nutzung des Services 50 Cents pro Bezahlung.
- Mit 10 Euro* (netto) Grundgebühr im Monat sind 100 Bezahlungen enthalten, weitere werden mit 0,5% vom Zahlbetrag* berechnet.
*Obigen Preise zzgl. gesetzl. MwSt. in Höhe von 19%


//edit:
Video-Clip: https://www.facebook.com/Alpha…918332668/
msa
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Re: Echtzeitzahlung am POS

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Gepostet: 21.04.2020 - 15:09 Uhr  ·  #7
Sehr lustig. Da haben die ja ein riesen Glück gehabt, dass Corona ausgebrochen ist, so kann man wenigstens so tun, als ob diese Neuerfindung nötig wäre.

Glauben die echt, dass sie damit einen Fuß auf den Boden bekommen? Auf der Website widersprechen sie sich sofort, Oben heißt es groß "Sicherheitsabstand 2m", in der Vorgangsbeschreibung direkt drunter ist es nur noch 1m, von wo aus man den Code fotografieren kann. Womit? Von einer App ist nichts zu lesen.

Ich stelle mich also 1-2 Meter entfernt vor ein hochgehaltenenes Tablet und versuche dann einen QR zu fotografieren. Und ich lerne mich in etwas Neues ein. Und der Händler zahlt im Prinzip 50 Cent pro Zahlung (denn auf die Mengen von Zahlungen, dass sich die Grundgebühr lohnt wird es sicher nie kommen).

In meinen Augen wieder mal ein Rohrkrepierer von weltfremden Managern...
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