Zitat geschrieben von Maral
Allerdings werden diese Angaben immer noch exportiert und genau dort stören sie mich. Die Möglichkeit, sie in Hibiscus auszublenden, löst mein Problem nicht. Mir ist nicht klar, warum ich als Endbenutzer überhaupt mit diesen Daten konfrontiert werde. Offensichtlich dienen sie nur zur maschinellen Verarbeitung.
Nein, so kann man das nicht sagen. Das sind Daten, die bei SEPA übertragen werden und teilweise übertragen werden MÜSSEN (z.B. Mandatsreferenz und Gläubiger-ID). Es gibt Banken, die bieten für die Umsatz-Übertragung schon das neue SEPA-konforme CAMT-Format an, aber viele Programme auf der Kundenseite beherrschen das noch nicht und deswegen wurde ein Standard für den Übergang definiert, und der ist nun mal so, wie Du ihn sehen kannst.
Der Programmhersteller kann jetzt zwei Dinge machen. Entweder er baut einen extra Programmteil, der diese daten im Übergangsformat interpretiert und daraus dann "echte SEPA-Daten" macht und sie so in die Programm-Datenbank schreibt. Oder er kann sein Programm gleich auf die neuen CAMT-Formate umstellen. Beides ist zweischneidig. CAMT allein hilft nichts, da die meisten Banken dieses Format noch garnicht unterstützen. Einen Programmteil zur Zerlegung der alten Datenform zu schreiben ist eine sehr undankbare Angelegenheit. Einerseits weil man letztenelich für die Tonne entwickelt und andererseits, weil jede Bank den eigentlichen Standard anders interpretiert und man somit für viele Banken extra "Dialekte" berücksichtigen muß um das sinnvoll hinzukriegen. Auf beides hat ein Programmentwickler wohl wenig Lust. Zumal Hibiscus ja ein Programm ist, das von jemandem unentgeltlich entwickelt und angeboten wird und es sicher genug andere Ecken gibt, wo Entwicklungszeit besser und dauerhafter angelegt ist. Somit lebt der Entwickler eben derzeit mit der Unzulänglichkeit der Darstellung und hat aber zur Verbesserung den Anzeigefilter eingebaut. Auf Dauer gesehen (Länge dieser Dauer ist allerdings völlig offen) wird irgendwann alles auf CAMT umgestellt, bank- wie programmseitig, dann ist die Welt wieder OK.
Zitat geschrieben von Maral
Den Rat, die Umsätze mir von der Sparkasse direkt in einem anderen Format herunterzuladen, kann ich ehrlich gesagt nicht erst nehmen. Ich benutze ja gerade Programme wie Hibiscus, damit ich mich nicht direkt bei meiner Bank einloggen muss. Wenn Hibiscus die Daten bei der Anzeige herausfiltern kann, dann kann es das doch wohl auch beim Exportieren der Umsätze. Nach meinem Empfinden sollte das auch der Standardfall sein. Alles andere verwirrt mich als Endbenutzerin nur.
Der Rat mit dem direkten Download war auch nur als äußerster Notnagel gedacht, für den Fall daß es garnicht anders geht.
Der Export ist übrigens eine andere Sache. Da werden Datensätze exportiert. Dein Empfinden in aller Ehre - aber wie würde Loriot sagen..."Dann stimmt mit Deinem Gefühl etwas nicht"... Ein normaler Export exportiert DATENSÄTZE, und zwar mit dem Inhalt, mit dem sie die Bank liefert. Und die liefert nun mal Datensätze mit dem standardisierten SEPA-Inhalt - also ein ganz sauberer Export. Das sauber zu verarbeiten ist Sache des Weiterverarbeitungsprogrammes, das diesen Export wieder importiert. Wenn dieses Programm das nicht sauber macht und den Inhalt einfach so anzeigt oder hinspuckt, dass es Dich verwirrt, dann mußt Du wohl mal bei dem Entwickler dieses Programmes um Verbesserung nachfragen.
Du kannst natürlich dem Hibiscus-Entwickler die Bitte antragen, einen speziellen Export für Dich - und alle die die standardisierten SEPA-Daten nicht sehen wollen - zu programmieren. Wenn er darauf eingeht, umso besser. Aber wie gesagt, es kann nur eine Bitte sein. Das Programm wird kostenlos zur Nutzung bereitgestellt. Wenn Du einem kommerziellen Programmanbieter mit so einem Ansinnen kommen würdest, dann würde er Dir gleich eine Rechung aufmachen, was so ein Sonderexport (gefilterter Daten) zu entwickeln kostet. Das Ausblenden in der Anzeige ist eh schon ein Entgegenkommen des Hibiscus-Entwicklers. Aber vielleicht baut er ja auf nette Bitte beim Export auch noch einen Sonderfall ein. Oder aber - wo es eher hingehört - der Entwickler der Weiterverarbeitung.