Der unheimliche Tod von monyplex

... wie mag es wohl den oder dem Entwickler gehen?

 
Zahlmeister
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 30.09.2025 - 18:36 Uhr  ·  #101
Zitat geschrieben von P1I

Homebanking für Privatanwender ist einfach eine Nischen-Anwendung.

Jetzt bin ich als MP-Anwender etwas irritiert. Ist Homebanking eine Nischenanwendung? Ich war immer der Meinung, das dies doch eine ganze Anzahl von Anwendern benutzt. Banking aufm Handy oder im Browser?? Da bin ich jetzt doch Platt. Ich hatte extra Linux als sicheren Unterbau gewählt und nicht Windows. Dazu MP schon seit OS/2-Zeiten. Und jetzt lese ich: Nische....
Das Oma Erna das nicht mehr hinbekommt ist klar, aber der Rest der Bevölkerung?!
Aber wie soll es denn in Zukunft weitergehen? Aufm Handy? Die sind bei mir alle gerootet... Und Browser? Ich habe mal ne Überweisung getätigt (wo ich Probleme mit MP hatte). Den Zirkus wollte ich mir nicht noch einmal antun. Bloß wenn das die Zukunft sein soll da graut mir davor! Allerdings reiht sich Homebanking dann doch in eine lange Reihe ein: Win11, die Politik usw.
Und was ich mache? Keine Ahnung......
infoman
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 30.09.2025 - 18:41 Uhr  ·  #102
@Zahlmeister
du meinst du machst sicheres banking? ... ich hole Dir das Geld schneller von deinem Konto mit einem papiergebundenen (Überweisungs-) Auftrag, wie du schauen kannst.
(weil die Banken bisher - kaum - eine Sperre für diesen Bereich zur Verfügung gestellt haben)

die Thematik hatten wir schon x-mal - Forensuche bemühen.
Zahlmeister
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 30.09.2025 - 20:34 Uhr  ·  #103
Ach komm, es ging um was ganz anderes.
Aber wenn Du meinst, Browser und Handy sind sicher oder sicherer, dann glaube dran......Klar kann man mit Papier einigen Blödsinn veranstalten. Und neuerdings mit KI.
Mir ging es um die Aussage Nischenprodukt und nicht um Sicherheitsbedenken!
Kai-N
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 30.09.2025 - 20:56 Uhr  ·  #104
LInux ist schon eine Nische, gerootete Smartphones sind noch viel mehr Nische und Nerdkram. Otto-Normalverbraucherin entdeckt vielleicht jetzt erst Online-Banking und nutz vielleicht die Apps der Bank.
ZfT
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 30.09.2025 - 22:01 Uhr  ·  #105
ich hab es an anderer Stelle schon mal gesagt, ich denke wir alle hier sind insgesamt schon eine eher kleine Minderheit. Ich kenne außer mir in meinem Umfeld niemanden, der sonst noch PC-Software für Onlinebanking nutzt. Alle machen Browser-Banking oder per App...
vnt
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 30.09.2025 - 23:36 Uhr  ·  #106
Guten Abend,
ich habe jetzt als Alternative zu Moneyplex unter Linux Banking 4W Home mittels Wine unter Linux MInt 22.2 erfolgreich am Laufen.
Wünschenswert wäre natürlich eine native Linux-Version von Banking 4, allerdings läuft die Windows-Version nach meinen bisherigen Erfahrungen problemlos mit Wine als "Dolmetscher" und die Installation ist dank der Anleitung von winetrouble im Banking4-Forum (forum/topic.php?t=20262&page=2…62&page=20) einfach und schnell erledigt.

Gruß,
vnt
Zahlmeister
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 07:29 Uhr  ·  #107
Zitat geschrieben von Kai-N

LInux ist schon eine Nische, gerootete Smartphones sind noch viel mehr Nische und Nerdkram.

Linux ist doch keine Nische (mehr)! Wo lebst denn Du? Und gerootetes Handy: Da können die Sicherheitsbewussten User mal sehen, was so abläuft. Aber das gehört jetzt wirklich nicht mehr hierher!
Ich erwarte von solch sicherheitsbetonten Programmen wie Homebanking, das es eine Linuxvariante gibt. Banking unter Windows? Nee. Und Wine, VM oder sogar Docker? Ist doch auch nur Frickelei.
Zitat geschrieben von Kai-N
...... jetzt erst Online-Banking und nutz vielleicht die Apps der Bank.

Ich habe versucht, die App der (bei mir) Sparkasse auf dem (nichtgerooteten) Handy meiner Frau zu benutzen. Da braucht sie dann wohl einen Tangenerator, Ich habs erst mal abgebrochen. Davon mal abgesehen: Dann kommt auf dem Handy von Oma Erna eine SMS, das der Zugang oder was anderes gesperrt wäre und sie sich neu anmelden müsste. Der Rest wird ja jeden Tag in den Medien verbreitet. Ist das schon mal unter MP oder den anderen Programmen passiert?!
Egal, ich warte ab was diesen Monat passiert und lese auch dehalb (meist still) hier mit, wie andere User sich neu orientieren.
Ich für meinen Teil habe keinen Plan - noch nicht......
Kai-N
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 07:44 Uhr  ·  #108
Zitat geschrieben von Zahlmeister

Linux ist doch keine Nische (mehr)! Wo lebst denn Du?


Ich lebe in der Realtität. Wir reden beim Onlinebanking von "Linux auf dem Desktop". Da ist der Marktanteil bei 3,8% (drei komma acht).

https://de.statista.com/statis…seit-2009/

Zitat geschrieben von Zahlmeister

Und gerootetes Handy: Da können die Sicherheitsbewussten User mal sehen, was so abläuft. Aber das gehört jetzt wirklich nicht mehr hierher!


Nein, gehört nicht hier her.

Zitat geschrieben von Zahlmeister

Ich erwarte von solch sicherheitsbetonten Programmen wie Homebanking, das es eine Linuxvariante gibt.


Man kann viel erwarten, letztlich müssen die Softwarehersteller ihre Produkte verkaufen. Knapp 4% vs. 72% Windows, welchen Markt schätzt Du größer ein? Moneyplex wurde mit Delphi (oder Lazarus) gebaut, in weiten Teilen sourcecodekompatibel. So einen Molloch wie Star Money baust Du nicht mal eben für Linux um, das käme einer Neuentwicklung gleich. Und für wen, wie viele von den 4% benutzen dann überhaupt noch ein kostenpflichtiges Onlinebanking-Programm, wenn es vielleicht KMyMoney oder GNUcash oder Hibiscus auch tun? Moneyplex war ein absoluter Glücksfall für ein paar Wenige.

Zitat geschrieben von Zahlmeister

Ich habe versucht, die App der (bei mir) Sparkasse auf dem (nichtgerooteten) Handy meiner Frau zu benutzen. Da braucht sie dann wohl einen Tangenerator, Ich habs erst mal abgebrochen.


Nein, braucht sie nicht. Sie braucht die S-Push-TAN-App, egal ob auf dem selben Gerät (= Sicherheitsesotherik) oder auf einem weiteren Gerät (= dann macht es als 2FA Sinn).
infoman
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 09:04 Uhr  ·  #109
ah:
Zitat geschrieben von Zahlmeister
Mir ging es um die Aussage Nischenprodukt und nicht um Sicherheitsbedenken!

davor schreibst du aber:
Zitat geschrieben von Zahlmeister
... Ich hatte extra Linux als sicheren Unterbau gewählt und nicht Windows. Dazu MP schon seit OS/2-Zeiten.
P1I
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 09:10 Uhr  ·  #110
Zitat geschrieben von Kai-N

Zitat geschrieben von Zahlmeister

Und gerootetes Handy: Da können die Sicherheitsbewussten User mal sehen, was so abläuft. Aber das gehört jetzt wirklich nicht mehr hierher!

Nein, gehört nicht hier her.

Stimmt, ich schreibe trotzdem noch mal zwei Sätze dazu, wenn es recht ist :-)
Vor vielen Jahren habe ich aus verschiedenen Gründen auch gerootete Mobiltelefone genutzt.
Für den täglichen Gebrauch bin ich davon aber lange weg.
Um z.B. Google los zu werden gibt es heute heute bessere Möglichkeiten.
Wen es interessiert, der möge mal in den Blog von Mike Kuketz schauen, der auch ansonsten den einen oder anderen lesenswerten Beitrag bereit hält.
pingpong
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 09:51 Uhr  ·  #111
Hallo zusammen,

ich schließe mich der "Nischendiskussion" vollumfänglich an. Wenn Linux so ein tolles Betriebssystem wäre, hätte es schon lange die Windowswelt verdrängt. Ich setze professionell Linux als Serverbetriebssystem hauptberuflich ein. In diesem Bereich, was Scripting, Stabilität betrifft unschlagbar. Aber was nutzt ein Betriebssystem, wenn es gängige Datenbanken wie z.B. MS-SQL Server nicht unterstützt.

Und im Desktopbereich ist es schön anzusehen, aber alleine die Vielzahl der Desktopmanager lässt einem erschaudern. Denn eine Software muss ja anstandslos mit allen Desktopmanagern, Filesystemen, Drucksystemen funktionieren. Und dies in unterschiedlichen Versionen.

Und gerootete Handys (gibts ja gottseidank nur unter Android) für Homebanking, aus Sicht der Sicherheit, zu nutzen ist auch nicht das gelbe vom Ei ...

Und zum Schluss:
Ich bin schon zu BTX Zeiten, also Mitte der 80er Jahre, mit Homebanking angefangen. Meine Kinder (30+40 Jahre alt) belächeln mich, wenn ich irgendtwas von Homebanking und PC erzähle. Da kommt nur ein müdes lächeln. Die machen alles mit Apps, seit 1-2 Jahren mit N26 und C24 ... Dort ist meines Wissens natürlich keine langfristige Recherche, vielleicht über Jahre, möglich. So nach dem Motto: Wann habe ich 16,90 Euro an Kaufland überwiesen? ....

Obwohl ich Moneyplex schon seit Ende der 90er Jahre aktiv nutze, war mir deren Produktpflege und Upgradeintervalle immer mit einen großen Fragezeichen versehen. Eine echte Weiterentwicklung gab es ja kaum. So kleine Features wie Notizen zur Buchung hinterlegen war doch letzendlich mit jahrelanger Überzeungsarbeit verbunden. Ich weiß gar nicht mehr, ob das letztendlich überhaupt realisiert worden ist. Moneyplex ist mausetot. Die darunterliegende Datenbank scheinbar ein "Geheimprojekt ..." alles absolut proprietär und geheimnisumwittert.

Gruß
Michael
hibiscus
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 10:07 Uhr  ·  #112
Zitat geschrieben von pingpong

ich schließe mich der "Nischendiskussion" vollumfänglich an. Wenn Linux so ein tolles Betriebssystem wäre, hätte es schon lange die Windowswelt verdrängt. Ich setze professionell Linux als Serverbetriebssystem hauptberuflich ein. In diesem Bereich, was Scripting, Stabilität betrifft unschlagbar. Aber was nutzt ein Betriebssystem, wenn es gängige Datenbanken wie z.B. MS-SQL Server nicht unterstützt.

Der MS-SQL-Server war ein schlechtes Beispiel ;)
Denn ausgerechnet den gibt es offiziell von Microsoft als natives Paket für Linux. Nicht emuliert, nativ. Als Distri-Pakete direkt von MS: https://learn.microsoft.com/de…rver-ver17
pingpong
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 12:17 Uhr  ·  #113
Wirklich? Danke für die Info ... Das ist vollkommen an mir vorbei gegangen ...

Gibt ja etliche Anwendungen (unter Windows Desktop), die den MS-SQL Server einsetzen. Da wäre es wirklich sehr schön, wenn man den unter Linux laufen lassen könnte. Alleine schon von den Kosten für das Serverbetriebssystem ...

Gruß Michael
Zahlmeister
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 01.10.2025 - 18:09 Uhr  ·  #114
Zitat geschrieben von infoman

ah:
Zitat geschrieben von Zahlmeister
Mir ging es um die Aussage Nischenprodukt und nicht um Sicherheitsbedenken!

davor schreibst du aber:
Zitat geschrieben von Zahlmeister
... Ich hatte extra Linux als sicheren Unterbau gewählt und nicht Windows. Dazu MP schon seit OS/2-Zeiten.



Und was willst Du damit ausdrücken?

Zitat geschrieben von pingpong


ich schließe mich der "Nischendiskussion" vollumfänglich an. Wenn Linux so ein tolles Betriebssystem wäre, hätte es schon lange die Windowswelt verdrängt.
Ich hatte nicht geschrieben, das Linux ein tolles System ist. Ich hatte lediglich geschrieben, das dies keine Nische ist. Und die Statistiken, welche im Thread genannt werden: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst... ihr wisst schon.
Zitat geschrieben von pingpong

Und gerootete Handys (gibts ja gottseidank nur unter Android) für Homebanking, aus Sicht der Sicherheit, zu nutzen ist auch nicht das gelbe vom Ei ...
Das macht man ja auch nicht (ich zumindest)....
Zitat geschrieben von pingpong

Obwohl ich Moneyplex schon seit Ende der 90er Jahre aktiv nutze, war mir deren Produktpflege und Upgradeintervalle immer mit einen großen Fragezeichen versehen. Eine echte Weiterentwicklung gab es ja kaum.

Die Hoffnung stirbt halt zuletzt. Und bis jetzt ging es ja bei mir mit MP....
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 02.10.2025 - 19:02 Uhr  ·  #115
Zitat geschrieben von Zahlmeister
Da bin ich jetzt doch Platt. Ich hatte extra Linux als sicheren Unterbau gewählt
Aber wie soll es denn in Zukunft weitergehen? Aufm Handy?
Und Browser? Den Zirkus wollte ich mir nicht noch einmal antun.


Lass Dich nicht irre machen, wenn Du das richtige tust (= sicheres Online-Banking) und Leute dir erzählen wollen, das wäre "jetzt irgendwie out" [was sie auch nur sagen, bis sie den ersten Schaden mit eigener Haftung haben]

Nur weil "die Mehrheit" nichts Besseres [inkl. Schutz ihrer persönlichen Daten] auf die Reihe kriegt, heißt das nicht, dass ihr hippes Online-Cloud-FinTech auf einem Handy ohne Sicherheitsupdates irgendwie "gut" oder "empfehlenswert" wäre.

Tu für Dich das Richtige und gut ist [Online-Banking per Software, auf einem möglichst sicheren OS]. Und da die meisten Leute tatsächlich nichts darüber wissen (Vorteile, Features), kann man das bei Bedarf mal erwähnen, wenn das Thema darauf kommt.

Ich werde auf Hibiscus wechseln, weil es Moneyplex am nächsten kommt und für Linux verfügbar ist. Die Webseite nutze ich nur für eine kurze Übergangszeit.
Stefan193
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 03.10.2025 - 17:57 Uhr  ·  #116
Statistik? MacOS hat dort auch keine 9% und dafür gibt es native Software. Erzähl mir keiner, dass das SO einen Unterschied macht. Zudem war diese Auswertung WELTWEIT und wir reden hier über Bankingsoftware für das deutsche FinTS. Weiter wird die Statistik mit den Angaben aus den User-Agents der Browser gemessen. Das ist alles andere als treffgenau.

Für Sicherheit ist m. E. die Exposition des Geräts wichtig. Auf einem Linux-Desktop, der nebenbei fürs private Surfen und fürs Online-Einkaufen genutzt wird, kann Banking nicht so sicher sein wie auf einem getrennten Gerät, das nur zum Banking genutzt wird, selbst wenn dieses Gerät mit dem gerade aktuellen Windows liefe. Kaum jemand hat Scriptblocker wie noScript oder uBlockOrigin als Werbeblocker mit verschärfter Einstellung ("Dynamic Filtering") im Einsatz weil das Surfen dann nicht mehr "so bequem" ist. Da fängt dann tracking an und bei etwas Unglück endet es mit Malware.

Wo die Desktop-Bankingprogramm-Reise bei mir hingeht, ist noch nicht klar. Aktuell stellt sich das Banking4-Experiment ganz gut dar, vor allem weil ich u.a. vor ein Konto von MP mit gute 4.500 Buchungen bis auf ein paar Splittbuchungen ohne Probleme oder besonderen Aufwand mitsamt meinen ausdeklinierten "moneyplex-Kategorien" nach banking4 "umziehen" konnte! Eine native Linux-Version davon wäre genau mein Ding. Ob moneyplex es noch schafft, irgendwas zu reißen - ich hoffe es zwar, aber dran glauben tu ich nicht.

Beste Grüße
Stefan
mpf4thg
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 05.10.2025 - 00:04 Uhr  ·  #117
Zitat geschrieben von pingpong
Scripting, Stabilität betrifft unschlagbar. Aber was nutzt ein Betriebssystem, wenn es gängige Datenbanken wie z.B. MS-SQL Server nicht unterstützt.

steile These bei MS-SQL von "gängig" zu sprechen, aber egal soll jeder selbst sehen wo er bleibt.

Zitat
Und im Desktopbereich ist es schön anzusehen, aber alleine die Vielzahl der Desktopmanager lässt einem erschaudern.

Das ist doch völlig irrelevant, niemand zwingt Dich jedes Mal einen anderen einzusetzen. Ich nutze schon ewig den XFCE, stabil und tut einfach und anständiger Software ist es völlig egal was da läuft, weil das verkapselt ist.

Zitat
Und gerootete Handys (gibts ja gottseidank nur unter Android) für Homebanking, aus Sicht der Sicherheit, zu nutzen ist auch nicht das gelbe vom Ei ...

Auch hier, kann man so oder so sehen, zum einen funktionieren Banking-Apps auf gerooteten Geräten überhaupt nicht, zum anderen wird niemand gezwungen sein Handy zu rooten, aber wenn jemand das gerne möchte, kann er es zumindest (manchmal).
Desweiteren verletzen Banking-Apps auf SmartPhone (egal ob Apple oder Android) aus meiner Sicht ganz grundlegende Sicherheitsmechanismen: Besitz, Wissen und Inhärenz über ein einziges Gerät laufen zu lassen, kann nicht sicher sein. Egal ob das Gerät gehakt oder gestohlen wurde, hat man dann schon mehr in der Hand, als wenn man z.B. ein extra USB-Token oder Karte nutzen würde, wie das bei HBCI jahrzehnte Standard war.

Zitat
Obwohl ich Moneyplex schon seit Ende der 90er Jahre aktiv nutze, war mir deren Produktpflege und Upgradeintervalle immer mit einen großen Fragezeichen versehen. Eine echte Weiterentwicklung gab es ja kaum.

Weiterentwicklung in Form neuer Oberfläche usw. gab es (fast) nie, aber im Hintergrund war es immer nötig ständig die Kompatibilität zu den vielen Banksystemen immer wieder erneut herzustellen, was eine Heidenarbeit darstellte und sich manchmal sogar als unlösbar herausstellte. Bei Matrica gab' es eben nie ein großes Team was sich damit beschäftigen konnte und wenn dann noch wichtige Personen ausfallen wird's einfach schwierig.

Zitat
Moneyplex ist mausetot. Die darunterliegende Datenbank scheinbar ein "Geheimprojekt ..." alles absolut proprietär und geheimnisumwittert.

Proprietär ist bei einer Anwendung, die nicht OpenSource ist sowieso immer so ziemlich alles, gilt auch für alle anderen Closed Source (Banking-)Anwendungen, hat also mit "Geheimprojekt" nichts zu tun.

Zum Thema "mausetot", MoneyPlex läuft bei mir nach wie vor völlig einwandfrei, dass wird sich zum 15. Oktober ändern, mangels Unterstützung von VoP gehen von da an nur noch Kontenabfragen, aber keine Überweisungen udgl.

Den Entwickler von MoneyPlex gibt's noch und vor allem möchte er das Programm weiterhin funktionsfähig halten, ich hatte vorgestern ein längeres Gespräch mit ihm wo auch das Thema war, aber wie ich bereits früher erwähnt hatte, es geht da aktuell nicht weiter.

Wer also weiterhin bei MoneyPlex bleiben möchte muss leider weiterhin Geduld mitbringen, man wird seinen Datenbestand aktuell halten können, muss aber für Zahlungen zwangsweise auf die Web-Seiten der Sparkassen/Banken ausweichen.

Ich werde diesen Weg mittelfristig gehen (können), v.a. auch weil die Auswahl von Banking-Programmen unter Linux doch recht eingeschränkt ist und ich mit MoneyPlex noch nie Probleme hatte. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

VoP und andere Probleme stehen auf dem "Zettel", manches ist vielleicht kurzfristig lösbar, VoP wird aber ganz sicher dauern ...
Stefan193
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 05.10.2025 - 16:47 Uhr  ·  #118
Zitat geschrieben von mpf4thg

......

Den Entwickler von MoneyPlex gibt's noch und vor allem möchte er das Programm weiterhin funktionsfähig halten, ich hatte vorgestern ein längeres Gespräch mit ihm wo auch das Thema war, aber wie ich bereits früher erwähnt hatte, es geht da aktuell nicht weiter.

Wer also weiterhin bei MoneyPlex bleiben möchte muss leider weiterhin Geduld mitbringen, man wird seinen Datenbestand aktuell halten können, muss aber für Zahlungen zwangsweise auf die Web-Seiten der Sparkassen/Banken ausweichen.

Ich werde diesen Weg mittelfristig gehen (können), v.a. auch weil die Auswahl von Banking-Programmen unter Linux doch recht eingeschränkt ist und ich mit MoneyPlex noch nie Probleme hatte. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

VoP und andere Probleme stehen auf dem "Zettel", manches ist vielleicht kurzfristig lösbar, VoP wird aber ganz sicher dauern ...


Danke für Deine Infos aus erster Hand. Ich würde MP auch liebend gerne weiter nutzen, auch weil ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt "noch nie Probleme" (zumindest keine nicht -ggf mit Kompromissen- lösbaren) mit MP hatte.

Nur kam dann der Zeitpunkt, wo ich den (zuletzt nur den von mir betreuten, die meisten anderen haben sich schon vor längerer Zeit was anderes gesucht) mit MP benutzten Datenbestand NICHT mehr aktuell halten konnte, weil eine meiner Banken schon im Frühjahr 2025 zwangsweise decoupled Pushtan eingeführt hat oder mich wahlweise mit jährlichen Gebühren für eine Girokarte fürs Banking mittels Kartenleser des "kostenlosen" Kontos belastet.

Dann hat noch eine (Atruvia)Bank Pushtan 2.0 (SecueGo plus) eingeführt und konnte nicht mehr mit MP verwaltet werden.

Da ich ein bissl Geld für die Sanierung unseres alten Hauses gespart habe, muss das nicht verplante Budget derzeit "im Raum der deutschen Einlagensicherung möglichst ertragreich herumreisen", weil bei der Bank hier vor Ort die Konditionen übel sind.

Die mit dem aktuell besten Quotienten zwischen "vermuteter Seriosität", "vermuteter Stabilität des Institutssicherungssystems" und den Konditionen kann ebenfalls nicht mit MP verwaltet werden, weil sie für das Angebotsmodell auf 2F mittels -Überraschung!- einem PushTan-Verfahren 2.0/"plus"/whatever setzen, das von MP nicht beherrscht wird.

Leider liegen die verwalteten WP-Depots mit der langfristigen Altersvorsorge auch bei Instituten, die nicht mehr von MP abgerufen werden können. Schade, denn diese automatische Abfrage der Depots quasi "nebenbei" war für mich sehr praktisch und ermöglichte zeitsparend einen prüfenden Blick auf den "Hamstervorrat" ...

Bevor die restliche Userbasis von MP (vermutlich hauptsächlich noch Mac'ies und Linuxer und ein paar resiliente Windowsianer) sich völlig in Luft auflöst, rate ich deshalb primär zur möglichst raschen Lösung dieses Problems. Eine Anpassung im Exportsystem, bei dem in einem csv-Export die selben Datenarten wie beim blanken xml-Export rausgeschoben werden, ist ggf. auch mit wenig(er) Aufwand machbar (siehe die Diskussion hier - nicht nur in diesem Beitrag).

Altbackene Oberflächen sind mir bspw. völlig Wurst, so lange sie fehlerfrei funktionieren.

Beste Grüße
Stefan
alibert
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 05.10.2025 - 19:06 Uhr  ·  #119
Seit heute gehen keine Überweisungen mehr bei der VR-Bank München Land wegen VoP :-(

Ich werde auch noch warten, da es keine für mich sinnvollen Alternativen gibt. Die Konten lassen sich abrufen und MT-940 Export geht noch. Bei Überweisungen quäle ich mich aktuell wieder mühsam mit dem Browser-basierten Banking - ist schon ein großer Zeitverlust.

Wenn der Kontakt zum Entwickler noch da ist, wäre gut zu wissen, woran es denn aktuell hakt. Ich glaube, es wären einige hier sofort dabei, wenn es um eine Finanzspritze geht.
Ganz wichtig wäre wenigstens ein aktueller Hinweis auf der Webpage, was los ist - also ob eine VoP-Unterstützung in Arbeit ist.

Übrigens: Linux ist in mehr Geräten drin als viele denken. Ich kenne im Bereich der F&E viele, die nur noch Linux einsetzen, auch auf dem Desktop. Komischerweise ist die Finanz-Branche immer noch so stark mit MS verwoben - für mich unbegründet. MacOS ist übrigens auch ein UNIX, und Linux ist eine Nachbildung davon. Mit den richtigen Compiler-Tools kann man für alle Betriebssysteme Software erstellen, auch Java & Co. geht für solche Applikationen.

VG, Alois
mpf4thg
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Re: Der unheimliche Tod von monyplex

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Gepostet: 05.10.2025 - 19:38 Uhr  ·  #120
Zitat geschrieben von alibert

Seit heute gehen keine Überweisungen mehr bei der VR-Bank München Land wegen VoP :-(

bisschen früh, sollte doch erst in 10 Tagen kommen. Aber mit der VR-Bank habe ich vor einigen Jahren sowieso und endgültig abgeschlossen und die mit mir :-P

Zitat
Wenn der Kontakt zum Entwickler noch da ist, wäre gut zu wissen, woran es denn aktuell hakt. Ich glaube, es wären einige hier sofort dabei, wenn es um eine Finanzspritze geht.

Geld wird leider nicht weiterhelfen, es fehlen eher "grundsätzliche" Ressourcen.

Zitat
Ganz wichtig wäre wenigstens ein aktueller Hinweis auf der Webpage, was los ist - also ob eine VoP-Unterstützung in Arbeit ist.

Habe ich adressiert, sodass es zumindest einen Hinweis gibt, dass absehbar kein persönlicher Support möglich ist, alles andere kann ich nicht versprechen, aber ich bleibe an dem Thema dran. Mehr kann ich z.Z. leider auch nicht machen ...
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