Linux-Erfahrung. Tip für VM?

Debian, Virtualbox, ...

 
Stefan193
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Re: Linux-Erfahrung. Tip für VM?

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Gepostet: 01.11.2025 - 00:30 Uhr  ·  #21
Clio,
Du warst schon ganz richtig unterwegs, das kann man so machen, wenn man weiß was man tut und sich daran auch erinnern kann, wenn es später mal "klemmt". Aber in dem Fall klemmt's schon von Beginn an wie mir scheint. Mit einem Debian als Linux Einstieg.. mutiger wäre nur Arch .. ;-)

Das OT war in dem Fall hoffentlich hilfreich, denn in einem typischen Debian Forum wäre er mit dem Beitrag vermutlich gleich angepflaumt worden. RTFM und so ... der elitäre Ruf der Debianer kommt nicht von ungefähr ...
David
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Re: Linux-Erfahrung. Tip für VM?

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Gepostet: 05.11.2025 - 12:11 Uhr  ·  #22
Solche Fragen entstehen, wenn die Debian-Leute es für richtig halten, die betreffende Datei nicht mit einem entsprechenden Kommentar zu ergänzen. Ich bin ja bereit, mich mit dem System zu beschäftigen, aber ein Intensivstudium sollte auch nicht nötig sein, eine banale Software aus dem Standard-Pool zu installieren. Mittlerweile denke ich, daß einige der Probleme (Finden von Dateien, Programmen) an Gnome liegen, was bei Debian die Voreinstellung ist.
Zitat geschrieben von yoda.man
Hast du schonmal überlegt, ob Windows vielleicht das einfachere und benutzerfreundlichere System für dich ist, bei dem man nicht so tiefes Hintergrundwissen benötigt?

Ob es einfacher ist.. schwer zu beurteilen mit zig Jahren Windows-Erfahrung, ich glaube schon. Wenn man nicht zunehmend der Willkür und Datengier MSs ausgeliefert wäre, bliebe ich auch dabei. Debian ist Grundlage für manche Derivate und genießt dadurch hohes Vertrauen. Es gilt u.a. als unverspielt, aufs Wesentliche beschränkt. Das kann ich leider so nicht bestätigen, zumindest mit Gnome. Die runden Ecken sind sicherlich Geschmackssache. Aber nur sehr unintuitiv das Hintergrundbildes wegzubekommen oder ganz links oben klicken zu müssen, damit ganz rechts unten das Symbol für "Anwendungen" angezeigt wird, nach dessen Klick man wieder irgendwo oben klicken darf... gefällt das tatsächlich jemanden? Scheint so. Ich gewöhne mich ja gerne an was Neues, mit vertretbarem Zeitaufwand, wenn es logisch und vernünftig ist und nicht der Eindruck vermittelt wird, daß man nur Cracks als Nutzer haben will und es jedem Abweichler möglichst schwer machen will. Dieser Eindruck drängte sich beim Versuch auf, Virtualbox zu benutzen.

Zitat geschrieben von Stefan193
Es gibt auch keine "apk" unter Debian (das gibt's nur unter Android).

Sorry, ich hantiere auch oft mit apk-Dateien. Daß hier apt gemeint war, sollte mit weniger Rätselraten erkennbar sein, als die Deutung so manch anderer Aussage in diesem Forum. Synaptic hatte die Suche auch nicht gefunden. Jetzt auf einmal schon.

Zitat
Das von Dir erwähnte Paket heißt für Debian 13 -stable-Trixie "openjdk-21-jre". Auf der Kommandozeile muss es exakt so benannt werden, sonst geht das nicht. Daher hab ich oben empfohlen, java per dem Paket "default-jre" zu installieren. Das sorgt dann für den Rest.

Werde ich nochmal probieren. Wie erwähnt, wurde "openjdk" weder von apt noch vom GUI-Programm gefunden.
Stefan193
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Re: Linux-Erfahrung. Tip für VM?

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Gepostet: 05.11.2025 - 13:27 Uhr  ·  #23
Die Gnome-Leute gehen m.E. in ihrem Vereinfachungsdrang manchmal etwas (zu) weit. Aktuell behelfe ich mir mit einigen Erweiterungen.

OT: Erweiterungen muss man aktiv einschalten, manche werden im Standardinstall ausgeschaltet mitgeliefert; Du musst "Erweiterungen" aber über das "Aktivitäten-Menü" ganz oben links einmal manuell suchen ("Erweiterungen"), kannst es dann dort per RMK und "an Dash anheften" im Dash anzeigen lassen.
In "Erweiterungen" findest du u.a. den "Zentralschalter" für alle Erweiterungen (in der Anzeige ganz oben). Darunter kannst Du die zuvor selbst per Paket installierten Erweiterungen anschalten und verwalten. Der Spruch dazwischen, der auf die Gnome Webseite extensions.gnome.org verweist, ist m.E. der fehlerträchtigere Weg. Da schaue ich höchstens, was mir passen könnte und such den Paketnamen für die eigene Debian Version (davon hängt das installierte Gnome ab) heraus. Weiter darunter findest Du die mitgelieferten Erweiterungen.

Ich installiere eigene Erweiterungen wie das unten genannte nicht über die gnome Webseite, sondern nehme die Pakete aus dem zur Debian-Ausgabe passenden Repo und isntalliere zuerst das entsprechende Paket und schalte es anschließend über "Erweiterungen" ein und konfiguriere es dort falls nötig.

Die Gnome-Fenster (u.a. Platz und Anzahl der Knöpfe samt Aktionen) und andere von Gnome versteckte Einstellungen kannst Du gut über "Gnome-Optimierungen" (Paketname "gnome-tweaks") beeinflussen, die anderen aktivierst Du über "Erweiterungen" (das grüne Puzzlesymbol - sollte mit Gnome standardmäßig installiert werden.

Ich verwende bspw. so wenige Extensions wie möglich, aber hab dennoch folgende mitgelieferte aktiv in Nutzung unter Debian 12:

"system-monitor"
"applications-menu"
"dash to dock" (damit kannst Du das Dash vertikal an die Seite verlagern und hast auf den niedrigen 16:9 Bildschirmen mehr Platz in der Vertikalen)
"desktop-icons NG (DING)"
"gpaste" (erweitertes Clipboard)
"Places Status Indicator"
"window list"

Früher (Zu Debian 9 Zeiten) hatte ich noch das Paket "gnome-shell-extension-appindicator" installiert, aber einige Erweiterungen bringen inzwischen einzelne eigene Libs dieses Pakets in anderer Version mit und so hab ich DAS Paket komplett deinstalliert. Ich nutzte es einst um im hiesigen Netz die per JETDirect eingebundenen Laserjets zu warten und um schnellen Zugriff auf das Wartungsutility HPLIP-Toolbox zu haben. Das machte oben im Tray aber Probleme und so hab ich das og Paket deinstalliert und rufe die HPLIP manuell auf.
/OT

Wichtig ist m.E. dass man sich die Desktop- Umgebung ("Desktop-Environment - DE) aussucht, das die für einen selbst beste Mischung aus zugehörigen Anwendungen mitbringt.
Klar kann man Anwendungen "anderer DE" installieren, hat dann aber ggf. einen Haufen Bibliotheken "des anderen DE" an Bord. So was versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden.

Anleitungen usw gibt's in Debian massig. Nur die alle zu finden und zu lesen kann hartes Brot sein ... bei einem "Stock-Ubuntu" ist es evtl. leichter. Mir persönlich geht da aber die "Bevormundung" durch Cannonical bereits zu weit, daher bin ich bei Debian gelandet.

Hinweis: Synaptic hat leider bislang unter Version 13 - trixie die bis 12- bookworm vorhandene Schnellsuche nicht nicht wieder. Das ist derzeit nicht so toll, denn die Synaptic-Suche selbst ist mir bspw. etwas "sperrig" für schnelle Überblicke. Als (zusätzliche) Alternative kannst Du ggf. "packagesearch" ausprobieren. Ich persönlich nutze packagesearch auf meinem Bankingrechner derzeit nur zum Suchen und hoffe auf die Rückkehr der Schnellsuche (Stichwort "xapian-Index" und "libept"). Der Bankingrechner ist aktuell der einzige mit trixie, der Rest der "Rasselbande" in der Familie läuft noch mit bookworm.

Beste Grüße
Stefan
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